Dittfeldstraße Fahrn

Duisburger: Der Bergbau soll für Straßenerneuerung zahlen

Anwohner an der Dittfeldstraße in Duisburg Walsum regen sich über die Schulbusse und „Elterntaxis" auf, die jeden Morgen und Nachmittag die Schulkinder holen oder bringen.

Anwohner an der Dittfeldstraße in Duisburg Walsum regen sich über die Schulbusse und „Elterntaxis" auf, die jeden Morgen und Nachmittag die Schulkinder holen oder bringen.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE FotoServices

Duisburg-Fahrn.   Die Straßenerneuerung sollen die Anlieger der Dittfeldstraße in Duisburg-Fahrn mitfinanzieren. Das wollen sie nicht. Der Bergbau solle zahlen.

Anlieger der Dittfeldstraße ärgern sich über die geplante Kostenbeteiligung wegen der Baumaßnahme vor ihrer Haustür. Wie berichtet, erneuern die Wirtschaftsbetriebe Duisburg den Abwasserkanal. Damit verbunden ist die Neuanlage des Gehwegs und des Straßenbelags. Die Gesamtmaßnahme verschlingt 1,5 Millionen Euro, die Hauseigentümer sollen über die Anliegergebühren beteiligt werden.

Wie hoch der Betrag ist, der am Ende auf die Hauseigentümer umgelegt wird, ist noch nicht kalkuliert. Die Stadt geht davon aus, dass die Summe nicht riesig ist, weil die Wirtschaftsbetriebe wegen der Kanalverlegung vom Gehweg in die Straße einen Teil zu tragen hat.

Die Anwohner sind nicht begeistert, dass sie überhaupt zahlen sollen

Egal, wie hoch oder niedrig der Betrag am Ende ist: Die Anwohner sind nicht begeistert, dass sie überhaupt zahlen sollen. Ein Hauseigentümer, der namentlich nicht genannt werden möchte, ist der Meinung, der Bergbau müsste zur Kasse gebeten werden. Denn: Unter der Straße sei Bergbau betrieben worden, mit der Folge, dass sich der Boden gesenkt hat. Er selbst habe vor Jahren vom Bergbau deshalb eine Entschädigung bekommen. Seine Abwasserrohre sind teils verschoben. Er ist sich sicher, dass die Erneuerung des Kanals nur deshalb nötig ist, weil auch er durch Bergsenkungen beschädigt worden sei.

Die Baumaßnahme wird aller Voraussicht nach im Winter dieses Jahres abgeschlossen. Erst dann wird die Stadt Duisburg die Kostenrechnung erstellen.

Pendelverkehr zur Schule wird als Ärgernis empfunden

Ein weiteres Problem an der Dittfeldstraße stellt der Pendelverkehr zur Schule dar. Zum einen rollte regelmäßig ein Schulbus vor, der laut Angabe mehrerer Anwohner auf der Straße abgestellt wird, damit die Kinder ein- und aussteigen können. „Dann können die Autos nur noch im Wechsel am Bus vorbeifahren“, heißt es. Deshalb hatte ein Anlieger die Stadt gebeten, die Bushaltestelle hinter die Schule zu verlegen, wo es ausreichend Parkplätze gebe. Die Stadt hatte das Begehren allerdings nach Rücksprache mit dem Schulleiter Stephan Reinders abgelehnt: Es gebe keine Sicherheitsbedenken, die Schüler an der Dittfeldstraße ein- und aussteigen zu lassen. Im übrigen gebe es anders als von den Anwohnern behauptet, praktisch keinen Bringverkehr durch Eltern. „Für die Förderschule kann ich feststellen, dass keine Schüler durch motorisierte Eltern abgeholt werden.“

Stadt Duisburg liegen keine Beschwerden von Bürgern vor

Was die Anwohner auf die Palme treibt: Immer wieder würden ihre privaten Einfahrten zum Wenden und Parken genutzt. Das sei sehr lästig und ärgerlich. Man vermisse die Unterstützung der Behörden. Die Stadt Duisburg berichtete jüngst in der Bezirksvertretung, dass keinerlei Beschwerden bekannt seien. Kritisiert wird von den Anwohnern auch, dass selbst der Bus auf der Straße wende.

Die Stadt wird deshalb die Busunternehmer anweisen, die Schulbusse nur noch „ringförmig“ anfahren zu lassen, um Wendemanöver auszuschließen. Außerdem wird es nach Ende der Baumaßnahme Kontrollen geben: „Dem Ordnungsamt wurde bereits mitgeteilt, dass regelmäßige Kontrollen durchgeführt und schriftliche Verwarnungen erteilt werden sollen.“

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