Hilfsprogramm für Laar

Duisburg-Laar soll durch Hilfsmaßnahmen lebenswerter werden

Der Abriss des Bunkers Laar hat die Bürger monatelang genervt.

Der Abriss des Bunkers Laar hat die Bürger monatelang genervt.

Foto: Herbert Höltgen

Duisburg-Laar.   Die Entwicklungsgesellschaft Duisburg hat berichtet, wie der Ortsteil aufgewertet werden soll. Knackpunkt bleibt die alte Geschäftsstraße.

Noch liegt die Fortschreibung des Integrierten Handlunggskonzeptes (IHK) für Laar nicht in schriftlicher Form vor. Aber Anke Gorres vom Stadteilbüro und Lea Hoffmann vom Planungsamt haben den interessierten Laarern auf Einladung des runden Tisches ihren Plan für das weitere Vorgehen schon mal vorgestellt.

Aus dem IHK wird nun das ISEK, also das Integrierte-Stadtteil-Entwicklungs-Konzept. „Die begonnenen Maßnahmen dauern teilweise doch etwas länger, als ursprünglich angedacht war“, räumte Hoffmann ein. Daher müssten nun, fünf Jahre nach dem Start des IHK, die Förderungen neu beantragt werden.

Bebauung des Geländes der alten Hauptschule mit einer Kita und neuen Sozialwohnungen

Im vollbesetzten Saal der Cordian Hausgemeinschaften zählte Gorres noch einmal auf, welche Vorhaben inzwischen abgeschlossen sind. Zwei Spielplätze wurden saniert, die Neugestaltung des Marktplatzes inklusive Bunkerabriss und Spielplatzerneuerung stehen kurz vor der Fertigstellung.

Noch in der Vorbereitung ist die Bebauung des Geländes der alten Hauptschule mit einer Kita und neuen Sozialwohnungen durch die Gebag. Die Grünverbindung zum Rhein hin soll nun größer ausfallen, als ursprünglich geplant, weil die Gebag ihre Wohnbaupläne verringert hat. Auch die Bebauung des Bunkergeländes liegt auf Eis, aber der sandige Bauplatz soll zeitnah mit einer Einsaat gefestigt werden.

Wildblumenwiese sorgt für ein gepflegteres Erscheinungsbild

Gras ist auch über die Brache hinter den Abbruchhäusern an der Friederich-Ebert-Straße gewachsen. Dort sorgt inzwischen eine Wildblumenwiese für ein gepflegteres Erscheinungsbild, solange der Umfang der anstehenden Abrissarbeiten weiter ungeklärt bleibt. Mit Geduld und Sensibilität versuche man immer noch, einzelne widerstrebende Hausbesitzer vom Verkauf ihrer Immobilien zu überzeugen, sagte Hoffmann.

Die Fassaden- und Hofflächenförderung zählt mit 148 eingegangenen Anträgen und 38 bereits frisch verschönerten Häusern zu den erfolgreichen Imageaufbesserungen für den Stadtteil. Das Geld aus dem Fördertopf ist komplett ausgegeben, neues soll beantragt werden.

Große Graffitis sollen den Zugang zum Ortsteil aufhübschen

Erste Erfolge meldete Gorres auch bei der geplanten Aufwertung der Zuwege nach Laar, deren einengende Überbauungen drei verschiedenen Großkonzernen gehören. Mit Arcelor-Mittal habe man sich für den Ortseingang Laarer Straße auf große Graffitis mit einer Stahlproduktions- und einer Rheinszene geeinigt.

Die Friedrich-Ebert-Straße soll entgegen früherer Pläne aus Richtung Beeck weiter für den Autoverkehr gesperrt bleiben. Der weitere Rückgang der lokalen Ökonomie auf der ehemaligen Laarer Geschäftsstraße, wo inzwischen erste leerstehende Ladenlokale zu Wohnungen umgebaut wurden, mache die Öffnung der Spur überflüssig.

Bürger äußerten auch Kritik, weil manches nicht funktioniert

Bis Ende 2020 sollen alle begonnenen Maßnahmen abgeschlossen sein, darauf legten sich Gorres und Hoffmann fest.

Die Bürger trugen einige Verbesserungsvorschläge vor, etwa, dass der Nordzugang zum Deich mit rollatortauglichem Splitt hergerichtet werden soll. Kritik gab es vor allem, weil die Friedrich-Ebert-Straße nicht wieder in beiden Richtungen für Autos freigegeben werden soll.

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