Serie Nahverkehr (Ende)

Die Duisburger Verkehrsgesellschaft setzt auf neue Nutzer

Der Ausbau von Bushaltestellen soll vorangetrieben werden. Alle sollen barrierefrei werden.

Foto: Volker Herold

Der Ausbau von Bushaltestellen soll vorangetrieben werden. Alle sollen barrierefrei werden. Foto: Volker Herold

Duisburg-Hamborn/Meiderich/Walsum.  Menschen mit Handicap und flexible Umsteiger zwischen den Verkehrsmitteln sollen dem Nahverkehr Zuwachs bringen. Mehr barrierefreie Haltestellen.

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Alle fünf Jahre soll der Nahverkehrsplan fortgeschrieben werden. In der Vergangenheit hat die Stadt Duisburg das nicht geschafft. Umso bedeutsamer ist deshalb, welche Ziele darin für die ferne Zukunft gesteckt sind, stellt der Plan doch den Auftrag an die Stadtverwaltung dar, daran zu arbeiten.

Da sind zunächst Ziele genannt, die eine bessere Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsmittel ermöglichen sollen. Hauptziel dabei ist eine verringerte Luftbelastung, indem zumindest teilweise Fahrten mit dem Auto ersetzt werden.

Mangel an Fahrradstationen in Hamborn und Walsum

Zu diesem Zweck sollen die wichtigsten Verknüpfungspunkte, soweit nicht schon vorhanden, künftig mit Park&Ride-Plätzen, Fahrradstationen, Ladestationen für Elektroautos und mit Car-Sharing-Angeboten ausgestattet werden, also mit Leihwagen, die nach Benutzung einfach an bestimmten Punkten, zum Beispiel an solchen Verknüpfungspunkten, wieder abgestellt werden können. Fahrradstationen gibt es in Hamborn und Walsum bislang noch gar nicht.

Die Verknüpfungspunkte, um die es dabei geht, sind im Norden der Stadt Ruhrort-Bahnhof, Meiderich-Bahnhof, Marxloh-Pollmann, Hamborn-Rathaus, der Landschaftspark Nord, Beeck-Denkmal und Walsum-Rathaus.

Bis 2022 müssten alle Haltestellen barrierefrei sein

Bis 2022 müssten eigentlich sämtliche Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut sein. Das ist voraussichtlich nicht zu schaffen, zumal bis heute in Walsum 68 Prozent aller Haltestellen, in Meiderich/Beeck 74 Prozent und in Hamborn sogar 78 Prozent aller Haltestellen noch nicht barrierefrei sind.

Der Nahverkehrsplan setzt sich daher konkret nur das Ziel, in jedem Stadtbezirk die drei Haltestellen mit dem höchsten Verkehrsaufkommen barrierefrei auszubauen. Dies sind in Walsum die Haltestellen Rathaus, Schwan und Vierlinden. Dadurch könnten, gemessen am Fahrgastaufkommen, zusammen mit den vorhandenen barrierefreien Einstiegen 69 Prozent aller Fahrgäste erreicht werden. In Ham­born wären das die Haltestellen Rathaus, Rhein-Ruhr-Halle und Marxloh-Pollmann, die es ermöglichen würden, insgesamt 66 Prozent aller Fahrgäste zu erreichen. Und in Meiderich/Beeck, wo die Ausbauquote heute am höchsten ist, würden zusätzlich Landschaftspark Nord, Theodor-Heuss-Straße und Ratingsee diese Quote auf 65 Prozent steigern.

Attraktiverer Fahrplan durch mehr Fahrgäste

Nach Ansicht der Planer ist ein wesentlich attraktiverer Nahverkehr mit höheren Fahrgastzahlen nur zu erreichen, wenn das Angebot an Stadt- und Straßenbahnen ausgebaut wird. Weil diese Verkehrsträger komfortabler und schneller sind und mehr Fahrgäste aufnehmen können.

Der Norden der Stadt ist von solchen Überlegungen aber nur am Rande betroffen. Hauptsächlich sollen die linksrheinischen Stadtteile besser mit der Stadtmitte verbunden werden. Die dazu angedachte neue Straßenbahnlinie Rhein 1 würde aber von Homberg über den Verknüpfungspunkt Ruhrort und weiter, auf der Trasse der Linie 901, nach Stadtmitte führen. Ohne einen Brückenbau werden die Baukosten dafür aber auf 60 Millionen Euro geschätzt.

Direktverbindung von Walsum nach Rheinhausen

Die geplante Linie Rhein 2 würde in Watereck, an der Stadtgrenze zu Dinslaken, eingesetzt, auf der Trasse der 903 fahren, um vom Hauptbahnhof über Hochfeld nach Rheinhausen zu gelangen. Dafür würden, ohne Brückenbau, 30 Millionen Euro benötigt. Auf der Trasse der 903 wäre damit aber ein dichterer Fahrplan-Takt als heute verbunden, außerdem eine Direktverbindung mit Rheinhausen.

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