Sozialverband Walsum

Der junge Sozialverband Walsum begrüßt sein 1000. Mitglied

v.l.: 1000. Mitglied des VdK Walsum Birgit Reichow, 999. Mitglied Doris Hansmeier und 888. Mitglied Monika Väth.

v.l.: 1000. Mitglied des VdK Walsum Birgit Reichow, 999. Mitglied Doris Hansmeier und 888. Mitglied Monika Väth.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg-Walsum.  Der noch junge Sozialverband VdK in Walsum kann zurecht stolz sein: Seit wenigen Tagen zählt er 1000 Mitglieder. Das wurde natürlich gefeiert.

Als sich Horst Köberling im Herbst 2014 mit Gleichgesinnten getroffen hat, um die Gründung eines Walsumer Ortsverbands des VdK zu gründen, da ahnte er nicht, wie schnell man ihm „die Bude einrennen“ würde. Mit 360 Mitgliedern, die aus anderen Ortsgruppen nach Walsum wechselten, ging er am 1. Januar 2015 an den Start. Am Mittwochabend hat er das 1000. Mitglied willkommen geheißen: Birgit Reichow.

Die Mitgliederzahlen wuchsen kontinuierlich: Ende 2015 hatte Köberling bereits 539 Personen gelistet, am Jahresende 2017 gab es 794 und Silvester 2018 exakt 888. „Wir knacken bald die magische Grenze“, sagte der jetzt 67-jährige Ortsverbandsvorsitzende vor einigen Monaten. Er hat recht behalten.

Walsumer traten bei Vereinsauflösung anderen Ortsgruppen bei

Bis in die 1990er Jahre gab es in Walsum eine eigene Ortsgruppe. Da sich zu dem Zeitpunkt aber niemand mehr fand, der den Vorsitz übernehmen wollte, wurde der Verband aufgelöst. Die Mitglieder wechselten vor allem nach Dinslaken, Meiderich und Neumühl. Das bedeutete aber auch längere Wege, wenn man die Dienste des Sozialverbandes in Anspruch nehmen wollte.

Erfreut nahmen die Walsumer, die notgedrungen andernorts untergekommen waren, Ende 2014 die Nachricht auf, dass sie nun wieder an ihren Heimatort zurückwechseln konnten. Und machten davon reichlich Gebrauch. So erklärt sich, warum der neue Verein direkt mit 360 Personen an den Start gehen konnte.

Der Erfolg überrascht aber selbst den Vorsitzenden Horst Köberling

Der Erfolg überrascht aber selbst Horst Köberling. Dass das Interesse so groß ist, hatte er nicht erwartet. Die Menschen treten vor allem in den Verein ein, um im Ernstfall sachkundige Hilfe zu bekommen, wenn es um Sozialfragen geht. Also etwa, wenn Schwerbehinderungen nicht anerkannt werden oder der Grad der Behinderung zu niedrig angesetzt wird.

Aber auch dann, wenn Reha-Anträge abgelehnt werden oder von der Behörde die Arbeitsfähigkeit bescheinigt wird, obwohl jemand ernsthaft krank ist.

Kostenfreier anwaltlicher Rat gehört bei einer Mitgliedschaft dazu

Spätestens dann werde vielen Menschen klar, dass sie fach- und sachkundige Berater und notfalls auch einen Anwalt brauchen, um ihre Rechte durchzusetzen. „Wir bieten anwaltliche Hilfe“, sagt Köberling. Nicht direkt vor Ort, aber innerhalb Duisburgs. Und zwar von einem der sechs Juristen, die dem Kreisverband des VdK angehören, zu dem die Walsumer Ortsgruppe zählt.

Der anwaltliche Rat sei kostenfrei. Allerdings nur für Mitglieder, die bereits seit einem Jahr oder länger Mitglied seien. Alle anderen müssten einen einmaligen Obolus in Höhe des Jahresbeitrags zusätzlich zahlen.

Horst Köberling ist der direkte Ansprechpartner für Interessierte

Horst Köberling ist 1. Vorsitzender vom Tag der Vereinsgründung an. Er war vor seiner Rente als Busfahrer bei der DVG und später als Servicemann bei den Stadtwerken Duisburg beschäftigt. Er ist für alle Interessierten im Bereich Walsum der Ansprechpartner. Wer dem Ortsverband beitreten möchte (Jahresbeitrag: 60 Euro pro Person), kann sich direkt an ihn wenden.

Horst Köberling ist erreichbar unter Telefon 0203 - 47 62 00 und per Mail an ov-duisburg-walsum@vdk.de

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