Stadtgeschichte

Denkmalgeschützte Schule in Duisburg-Aldenrade wird saniert

Die VHS in Walsum, Schulstraße 7. Dort läuft derzeit die Fassadensanierung.

Die VHS in Walsum, Schulstraße 7. Dort läuft derzeit die Fassadensanierung.

Foto: Gregor Herberhold

Duisburg-Aldenrade.   Die Fugen des Backsteinbaus an der Aldenrader Schulstraße bröckeln. Sie müssen erneuert werden. Die Arbeiten laufen. Sie verschlingen 15.000 Euro.

Das älteste noch existierende Schulgebäude in Aldenrade wird derzeit saniert. Die Fugen des inzwischen rund 120 Jahre alten Backsteingebäudes an der Schulstraße 7 sind bröckelig, Steine und Klinker lösen sich und Regenwasser dringt in die Wände. Jetzt wird der Bau neu verfugt – Kostenpunkt: 15.000 Euro.

Es handelt sich um „eine kleinere Maßnahme“, die durch das Immobilen-Management Duisburg (IMD) erledigt wird. Wie lange die Arbeiten dauern, ist indes noch nicht bekannt. Der Minihof vor dem Eingang ist durch einen Bauzaun abgeriegelt, so dass dort momentan nicht geparkt werden kann. Der Unterricht indes geht unvermindert weiter und die im Gebäude untergebrachten Vereine und Musiker können ihren Hobbys weiter nachgehen.

Genaues Baujahr der alten Schule ist unbekannt

Ferner steht noch eine kleine Maßnahme nebenan an: Am (ziemlich heruntergekommenen) Toilettencontainer wird eine Außenbeleuchtung angebracht. Die wird den kleinen Hof in den Nachtstunden und in der dunklen Jahreszeit auch tagsüber sicherer machen.

Die Schule, die seit 1997 unter Denkmalschutz steht, wurde um 1900 erbaut. Das genaue Datum ist nicht bekannt.

Schule hatte im Laufe der Zeit mehrere Namen

Ursprünglich war es eine katholische, später eine evangelische Volksschule. In der Nazizeit wurde sie Dietrich-Eckart-Schule genannt, nach Ende des Zweiten Weltkriegs trug sie den Namen von Turnvater Jahn und bis zur Schließung als Volksschule in den 1960er Jahren hieß sie einige Zeit einfach nur „Schule an der Schulstraße“.

Seit der Neubau hinter dem alten errichtet ist, dient das historische Gebäude ausschließlich als Unterrichtsstätte für Erwachsene. Die Volkshochschule ist dort eingezogen. Zudem hat der Heimatverein Walsum darin sein Domizil und auch der Männergesangsverein Aldenrade hält dort seine Übungsstunden ab.

Wichtiges Bauwerk für den Ortsteil Walsum

Die Schule wurde unter Denkmalschutz gestellt, weil sie aus der Zeit der Industrialisierung stammt und zeigt, wie stark die Zahl der Kinder anstieg, als in Walsum der Bergbau und die Papierproduktion starteten und deshalb viele Familien dorthin zogen.

Es ist ein stattliches Backsteingebäude, das trotz Änderungen im Laufe der Zeit von den Denkmalschützern als „wichtig für die örtliche baugeschichtliche Entwicklung Walsums“ eingestuft ist.

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