Theater

„Das Abschiedsdinner“: Humorvolles Theaterstück in Walsum

Die Komödie „Das Abschiedsdinner" begeisterte die Walsumer mit viel Humor und klugen Pointen.

Die Komödie „Das Abschiedsdinner" begeisterte die Walsumer mit viel Humor und klugen Pointen.

Foto: Kerstin Buchwieser

Duisburg-Walsum.   Letzte Vorführung der Spielzeit 2018/2019 in der Stadthalle Duisburg-Walsum. Ingolf Lück ist erkrankt, Michael von Au ersetzt ihn eindrucksvoll.

Alles muss optimiert werden: das Leben, die Ernährung, die Liebe – und bei Peter (René Steinke) und Katja (Saskia Valencia) auch noch Freundschaften.

Zum Ende der Spielzeit in der Stadthalle Walsum gastierte vergangenen Montag – passenderweise – das Theaterstück „Das Abschiedsdinner“. Ein junges Paar will Freunde absägen, die eigentlich nur nerven und nur noch aus Gewohnheit und Verpflichtung eingeladen werden. Anton (gespielt von Michael von Au, der den erkrankten Ingolf Lück ersetzt) soll als Erster dran glauben. Peter und Katja fangen an, den Plan vom Abschiedsdinner zu schmieden: Lieblingsmusik des „Opfers“ auflegen, teuren Wein aus dem Geburtsjahr servieren und ein herrliches Abendmahl auftischen, ohne, dass Anton weiß, dass es sein vermeintlich letztes Ma(h)l mit Peter und Katja sein wird.

Etwa 700 Besucher in der Stadthalle

Doch der Plan geht nicht auf: Anton durchschaut das Spiel, Michael von Au spielt – trotz Text in der Hand – den aufgebrachten und aufgelösten Anton herrlich schrill und leidenschaftlich. Steinke und Valencia verblassen ein wenig neben der Exzentrizität von Anton, setzen aber Dank des Drehbuchs und guten Timings humoristische Pointen. In der mit rund 700 Besuchern, und damit fast ausverkauften Stadthalle, herrscht ausgelassene Stimmung, viele lachen und schmunzeln. Die Geschichte nimmt noch einen halbwegs ernsten Verlauf; dann nämlich, als Anton das Spiel durchschaut und alles daran setzt, die Freundschaft zu retten. Ein Rollentausch lässt das Abschiedsdinner fast eskalieren. Wortgefechte folgen und es wird alles ausgepackt, was längst hätte passieren sollen.

Der Schlussapplaus zeigte, dass diese klug-heiteren Stücke beim Publikum ankommen. Man darf hoffen, dass die kommende Saison genauso viele Zuschauer zieht.

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