Gitarrenlehrer

Bruno Szordikowski liefert Rock-Hits für Klassikgitarristen

Musiker Bruno Szordikowski mit seinen jüngsten Gitarren-Notenbüchern.

Musiker Bruno Szordikowski mit seinen jüngsten Gitarren-Notenbüchern.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Duisburg-Marxloh.  Mehr als 30 Notenbücher für Klassik-Gitarristen hat der Marxloher Bruno Szordikowski herausgegeben. Gerade sind die Rock-Hits erschienen.

Der Marxloher Musiklehrer Bruno Szordikowski (75) hat seit den frühen 1970er Jahren gut 30 Notenbücher für Gitarristen herausgegeben. In der aktuellen Reihe „Hits“ ist gerade sein drittes Werk beim renommierten Schott-Verlag erschienen. Und für das vierte hat er bereits den Auftrag.

Der „Hits“-Reigen startete 2012 mit Pop-Songs, 2016 folgten Folk-Kracher, jetzt sind große Rock-Nummern dran. Schon im nächsten Jahr will Bruno Szordikowski wieder in Zusammenarbeit mit seinem Freund und Kollegen Peter Ansorge aus Oberhausen ein Notenbuch für Klassikgitarre mit Movie-Hits herausbringen.

Das nächste Werk soll schon 2020 erscheinen

Das Duo wird sich kurzfristig an die Arbeit machen und die Stücke umschreiben. „Geld lässt sich mit den Büchern nicht wirklich verdienen“, sagt der Marxloher. „Die Urheberrechtsgebühren für die Songwriter sind so hoch.“ Heißt: Wenn dann auch noch an sie, die Autoren des Notenbuchs, hohe „Gagen“ gezahlt würden, „wären die Hefte für den Verkauf zu teuer“. Für den Musiker mit Leib und Seele ist es Leidenschaft, die ihn trotzdem antreibt, sich mit der Gitarre Stunden um Stunden hinzusetzen und die Noten und Akkorde aufzuschreiben.

Bruno Szordikowski hat am Duisburger Konservatorium für Musik und Theater (heute Folkwang-Hochschule) studiert und später in Mülheim an der Musikschule gelehrt. Er hatte eigene Bands, tingelte als junger Mann mit seiner späteren Frau Monika (Gitarre und Gesang) durch Kneipen und gab Folk- und Liedermacher-Konzerte im typischen Stil der Hippiezeit: zwei Gitarren und Gesang. Auch in der Mercatorhalle trat er auf — zum Ausklang der 60er Jahre, am 2. Weihnachtstag.

Notenbücher gibt es im Fachhandel

Sein größtes Idol ist der Rock’n’Roller Buddy Holly. Dessen Musik brachte ihn Ende der 50er Jahre auf die Idee, selbst das Gitarrespiel zu erlernen. Auf Hollys Spuren begab sich der Marxloher allerdings erst vor 15 Jahren, dann allerdings buchstäblich. Es war ein Geschenk, das er sich selbst zum 60. Geburtstag gemacht hatte. Er reiste mit seiner Frau Monika nach Texas, und traf die beiden Brüder sowie die Schwester von Holly. Außerdem konnte er in New Mexico das Studio besichtigen, in dem der bei einem Flugzeugunglück 1959 ums Leben gekommene Musiker etliche seiner Werke aufgenommen hatte.

Kein Wunder also, dass unter den Rock-Hits auch „That’ll Be The Day“ zu finden ist. Wie alle anderen Songs natürlich auch mit Text, Akkordangaben und zusätzlicher Tabulatur für die Griffe. Alle Stück sind umgeschrieben für die klassische Gitarre. „Das Buch ist eine Art Rock-Panorama“, beschreibt der Musiker sein Werk. Es gibt einen Überblick über die Rock-Geschichte.

Songs der großen Stars der Musikgeschichte

Die startet mit Holly in den 50er Jahren, geht in den 60ern mit den Kings (Sunny Afternoon) weiter. Aus den 70ern ist ein Stück von Creedence Clearwater Revival beigesteuert. Aus den 80ern taucht Bryan Adams „Summer of ‘69“ auf, die 90er sind unter anderem durch Eric Claptons „Tears in Heaven“ vertreten. Und schließlich gibt es aus den frühen 2000er Jahren „Behind Blue Eyes“ von Limp Bizkit. Insgesamt sind es 25 Werke, darunter auch welche von Guns n Roses, den Rolling Stones, Scorpions und Coldplay, um nur einige zu nennen.

Das Buch ist über den lokalen Fachhandel zu beziehen, direkt über die Homepage von Schott Music, aber auch über den Online-Buchhandel. Es kostet 24 Euro. Die ISBN: 978-3-7957-1247-1.

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