Kanalbau Dittfeldstraße

Anlieger in Duisburg-Aldenrade müssen für neue Straße zahlen

Die Baustelle an der Dittfeldstraße soll im Winter 2019 enden.

Die Baustelle an der Dittfeldstraße soll im Winter 2019 enden.

Foto: Fabian Strauch

Für 1,5 Millionen Euro wird an der Aldenrader Dittfeldstraße gebaut. Der Kanal, die Fahrbahn und der Gehweg werden erneuert. Die Rechnung folgt.

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Aldenrade. An der Aldenrader Dittfeldstraße wird seit Herbst vergangenen Jahres ein neuer Abwasserkanal verlegt. Anwohner befürchten, dass sie zur Kasse gebeten werden – und sie haben recht. Da die Fahrbahn und die Gehwege komplett erneuert werden, „handelt es sich somit um eine beitragsfähige Maßnahme nach Paragraf 8 des Kommunalabgabengesetzes“, teilte die Stadt einem Anwohner mit. Der hatte eine diesbezügliche Bürgeranfrage in der Bezirksvertretung Walsum gestellt.

1,5 Millionen Euro kostet die gesamte Maßnahme

Es handelt sich um recht umfangreiche Arbeiten. Bislang liegt der Kanal im Gehweg, jetzt wird er unter der Fahrbahn verbuddelt. 1,5 Millionen Euro kostet die gesamte Maßnahme, berichtet Silke Kersken, Sprecherin der zuständigen Wirtschaftsbetriebe Duisburg.

Um die Behinderung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, wird in 50-Meter-Abschnitten gearbeitet. Bis Ende November dieses Jahres sollen die Arbeiten erledigt sein – bislang laufe alles nach Plan.

Der Asphaltbelag auf der Straße wird anders als der alte aus den frühen 1960er Jahren. „Die Fahrbahn erhält erstmalig eine Frostschutzschicht“, heißt es von Seiten der Stadt Duisburg. Der Umstand, dass die Wirtschaftsbetriebe jetzt einen neuen Kanal verlegen, habe für die Bürger den Vorteil, dass die Kosten geringer ausfallen, da die Wirtschaftsbetriebe einen deutlichen Teil tragen. So werden die Bürger nun zu 50 Prozent an den Straßenbaukosten und zu 70 Prozent an den Gehwegkosten beteiligt.

Verkehrssicherheit an der Dittfeldstraße war auch ein Thema

Ferner ging es in der Bezirksvertretung um die Verkehrssicherheit auf der Dittfeldstraße. Insbesondere um die der Kinder, die die Förderschule besuchen. Aus Reihen der Bürger wird darüber geklagt, dass die Schulbusse auf der Straße wenden und damit für Probleme sorgen. „Sobald die Baumaßnahme auf der Dittfeldstraße beendet ist“, teilt die Stadt Duisburg mit, „werden die Busunternehmer nochmal darauf hingewiesen, dass die Schulbusse die Schulbushaltestelle ringförmig anfahren sollen und somit nicht auf der Straße wenden“. Das Ordnungsamt sei bereits informiert und werde regelmäßige Kontrollen durchführen und bei Verstößen schriftliche Verwarnungen aussprechen.

Grundsätzlich sei die Dittfeldstraße aber keine besonders gefährliche Strecke. Laut Polizei ist zwischen Januar 2014 und April 2019 nur ein einziger Verkehrsunfall erfasst worden. Und der habe sich an einem Samstag im Mai 2018 ereignet, also an einem schulfreien Tag. Die Schulleitung selbst habe bislang auch nicht geklagt.

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