Schützenfest

Aldenrader Schützen haben den jüngsten König aller Zeiten

Jan Phillip Winkler (21) und Corinna Dusziak (23) sind das neue Aldenrader Königspaar.

Jan Phillip Winkler (21) und Corinna Dusziak (23) sind das neue Aldenrader Königspaar.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg-Aldenrade/Fahrn.  Der Duisburger Jan Phillip Winkler holt den Vogel mit dem 262. Pfeil von der Stange. Der Aldenrader ist der jüngste Schützenkönig des Vereins.

Mit dem 262. Schuss hat der 21-jährige Jan-Phillipp Winkler beim Schützenfest des BSV Aldenrade-Fahrn den Vogel heruntergeholt. Er ist der jüngste Vereinskönig aller Zeiten.

Zum ersten Mal seit einer Ewigkeit feierten die Schützen nicht auf dem Friedrich-Ebert-Platz – sie sind aber trotzdem zufrieden. Eigentlich ist auch im Schützenverein die Monarchie abgeschafft. Beim Bürgerschützenverein Aldenrade-Fahrn hat der Vater seine Regentschaft allerdings doch an seinen Sohn weitergegeben.

Gezielte Schüsse mit der Armbrust

Die Königswürde wurde Jan-Phillip Winkler allerdings nicht in die Wiege gelegt, sondern er musste sie sich beim Schützenfest am Wochenende mit gezielten Schüssen aus der Armbrust erkämpfen. Mit dem 262. Pfeil holte er am Sonntag um 18.29 Uhr den letzten Rest des Vogels von der mobilen Stange.

Mit 21 Jahren ist er außerdem der jüngste König in der 182-jährigen Schützenfestgeschichte des Vereins. Er löste seinen Vater Carsten ab. Neue Königin wird Corinna Dudziak (23), sie folgt ebenfalls auf ihre Mutter Martina.

Ehrenkönig ist Sebastian Geßmann

Das Vorjahreskönigspaar bleibt den neuen Majestäten als Ministerpaar erhalten, genauso wie Laura-Jane und Martin Nartmann. Der Vater war vergangenes Jahr König: „Im Grunde hat sich der Thron selbst abgelöst“, sagt BSV-Major Fritz Schneider. Das hatten die sechs Mitglieder der Throngesellschaft auch so geplant.

Jeder von ihnen schoss auf den Vogel, um die Königswürde zu erringen. Jan-Phillip Winkler setzte letztlich den entscheidenden Treffer.

Sechs Personen lieferten sich einen spannenden Wettbewerb

Beim Rest war klar, dass sie die Ministerposten übernehmen würden. „Seitdem wir uns als Throngesellschaft zusammengeschlossen haben, hatte ich schon den Wunsch den Vogel abzuschießen“, sagte der neue König.

Er sei nun einerseits entspannt, weil er das geschafft habe, andererseits angespannt im Hinblick darauf, was das neue Jahr als König bringt. Im Gegensatz zu so manchem Königsschießen, bei welchem nur noch zwei oder gar nur ein Aspirant alleine auf den Vogel feuere, gab es mit gleich sechs Schützen aus einer Throngesellschaft einen spannenden Wettbewerb, freute sich Major Schneider. „Das nimmt auch das Publikum mit.“

Erstes Fest seit vielen Jahren am Vereinsheim

Denn in diesem Jahr war es entscheidend, die Besucher mitzunehmen. Zum ersten Mal wurde nämlich kein großes Zelt mehr in der Aldenrader Stadtmitte neben der Kirmes aufgebaut, sondern es wurde an der Vereinsanlage an der Kurfürstenstraße gefeiert. Grund sind die hohen Kosten für Zeltaufbau und Platz (wir berichteten). „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Schneider. Natürlich sei bei so einer Veranstaltung zu 50 Prozent auch das Wetter entscheidend – und das spielte mit. Es war trocken und nicht zu warm.

Da konnte der Thron auch in offenen Kutschen am Samstag vom Rathausempfang zur Anlage an der Kurfürstenstraße fahren. Und der Zapfenstreich sowie die Kranzniederlegung am Ehrenmal fanden in diesem Jahr auf der Anlage statt.

Anlage liegt relativ weit ab vom Schuss

Da die Anlage recht weit außerhalb liegt, wären die Wege zum Marschieren zu weit gewesen. „Wir können sagen, dass wir mit dem Besuch sehr zufrieden sind und es angenommen worden ist.“ Aber natürlich gebe es auch noch Luft nach oben.

Neben dem Königsschießen durften auch die Ehrengäste den Besten unter sich ausschießen. Das gelang in diesem Jahr Sebastian Geßmann, CDU-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Walsum.

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