Ruhrorter Bürgerverein

Neuer Platz für ein vergessenes Kreuz in Duisburg-Ruhrort

Dirk Grotstollen vom Ruhrorter Bürgerverein übergibt das Kreuz an Marc Strobel vom Malteserstift.

Dirk Grotstollen vom Ruhrorter Bürgerverein übergibt das Kreuz an Marc Strobel vom Malteserstift.

Foto: Jörg Schimmel

Duisburg-Ruhrort.   Wie der Ruhrorter Bürgerverein nur durch Zufall von der Existenz des Kunstwerks erfuhr und warum es nun im Malteser-Stift St. Nikolaus hängt.

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Fünf echte Kohlestücke zieren das Kreuz mit Stahlstreben, das seit Donnerstag im Bistro des Ruhrorter Malteser-Stifts St. Nikolaus hängt. Neben einer Dornenkrone und dem Alpha-und Omega-Symbol für die Ewigkeit sind darauf auch Zange, Kohlenhacke sowie Schlägel und Eisen als Zeichen für die enge Verbundenheit Duisburgs mit dem Bergbaus.. Die Idee dazu hatte der Hamborner Künstler Herbert Hemmers (89). Dass das Kreuz als Dauerleihgabe des Ruhrorter Bürgervereins nun einen Platz in der katholischen Einrichtung an der Dr-.-Hammacher-Straße gefunden hat, ist purer Zufall.

„Bis vor anderthalb Jahren wussten wir gar nicht, dass es das überhaupt gibt“, erzählt Dirk Grotstollen, Vorsitzender des Bürgervereins. „„Wir hatten im Archiv nach ganz etwas anderem gesucht und sind dann auf einen Brief gestoßen“, erzählt Grotstollen.

Verein kaufte Kreuz vor 35 Jahren

Demnach hatte der Verein das Kreuz vor 35 Jahren angekauft. Es war zunächst in der St.-Maximilian-Kirche ausgestellt und wurde dann am 10. Januar 1984 als Dauerleihgabe an das Ruhrorter Amtsgericht übergeben. Dort hing es im großen Verhandlungssaal – allerdings nur bis 2006, bis zum Beginn der Sanierungsarbeiten. „Als ich im Gericht angerufen habe, wusste erst einmal niemand mehr, wo das Kreuz ist“, erzählt Grotstollen. Im vergangenen Sommer wurde es dann gefunden und abgeholt. Dieter Siegel, Vorstandsmitglied des Bürgervereins, hatte als Beiratsmitglied die Idee, das Kreuz dem Malteser-Stift zur Verfügung zu stellen – sehr zur Freude des Hausleiters Marc Strobel. „Wir fühlen uns geehrt. Das eindrucksvolle Kunstwerk verbindet die christlichen Werte, auf denen unsere Arbeit beruht, auf wunderbare Weise mit der Bergbauvergangenheit vieler unserer Bewohner.“

Auch der Künstler, so erzählte es Dirk Grotstollen, sei sehr froh, dass sein Kreuz nun einen passenden neuen Platz gefunden hat. Bei der Übergabe konnte der 89-Jährige aus gesundheitlichen Gründen allerdings nicht persönlich dabei sein.

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