Neuer Forschungsbereich der Physik

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Zahlreiche Forschergruppen haben sich um einen neuen Sonderforschungsbereich (SFB) beworben – die Uni Duisburg-Essen hat nun den Zuschlag bekommen. „Angesichts der großen bundesweiten Konkurrenz sind wir sehr froh, dass sich die Deutsche Forschungsgemeinschaft für unseren Antrag entschieden hat“, freut sich Prof. Dr. Uwe Bovensiepen, Leiter der Forschergruppe Ultraschnelle Dynamik an Grenzflächen in der Fakultät für Physik der UDE. „Damit bestätigt sich unsere führende Rolle in einem wichtigen physikalischen Themenfeld.“

Thematisch geht es im neuen SFB um „Nichtgleichgewichtsdynamik kondensierter Materie in der Zeitdomäne“. Er wird zunächst für vier Jahre gefördert und beginnt ab 1. Juli.

Feste Materie, etwa ein Metallstück, scheint auf den ersten Blick unveränderlich zu sein. Die darin enthaltenen Atome und Elektronen lassen sich jedoch anregen und aus dem Grundzustand in einen Zustand höherer Energie überführen. Stöße von Atomen und Elektronen führen dazu, dass Anregungen verschiedener Freiheitsgrade von Materie in bestimmter Weise untereinander wechselwirken.

Der neue SFB bündelt wissenschaftliche Aktivitäten aus der Physik und Chemie und verfolgt das Ziel, ein materialübergreifendes, mikroskopisches Verständnis solcher Nichtgleichgewichtszustände zu erarbeiten. Prof. Bovensiepen: „Wir werden die Methoden der theoretischen Physik weiterentwickeln und untereinander verzahnen, um die gesamte Entwicklung in Zeit und Raum zu beschreiben.“

Wenn dies gelingt, können sich neue Impulse für die Wissenschaft und neue Anwendungen ergeben. So könnten etwa völlig neue Materialeigenschaften entstehen. Anwendungsmöglichkeiten sind etwa Silizium-Wafer in der Solartechnik oder Isolatoren in elektrischen Geräten.

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