Kunst & Kultur

Neue Ausstellung eines alten Bekannten im Museum DKM

Künstler Nikolaus Koliusis freut sich auf die Eröffnung seiner Ausstellung im Museum DKM.

Foto: Jörg Schimmel

Künstler Nikolaus Koliusis freut sich auf die Eröffnung seiner Ausstellung im Museum DKM. Foto: Jörg Schimmel

Duisburg.   Der Stuttgarter Lichtkünstler Nikolaus Koliusis stellt einige seiner Werke im Rahmen einer Ausstellung im Museum an der Güntherstraße vor.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wie kann ein Lichtkünstler die Wahrnehmung des Raumes beeinflussen? Für raffinierte Perspektiv-Verschiebungen im kunstvollen Wechselspiel von Innen und Außen steht mit seinen gläsernen und spiegelnden Objekten der Stuttgarter Nikolaus Koliusis, der im Museum DKM an der Güntherstraße schon seit vielen Jahren mit sehr sehenswerten Ausstellungen in der Galerie und im Kabinett ein guter alter Bekannter ist.

Jetzt zeigt das feine Museum am Rande der Duisburger Innenstadt erstmals im eigenen Hause und damit auch in NRW eine umfassende museale Einzelausstellung des 1953 in Salzburg geborenen Künstlers und einen Überblick über sein zwischen 1980 bis 2017 entstandenes Gesamtwerk.

Sechs neu gestaltete Räume

So findet der Besucher ab dem morgigen Samstag unter dem Ausstellungs-Titel „Blaubeziehung“ in sechs neu gestalteten Räumen des Museums auf 500 Quadratmeter Ausstellungsfläche faszinierende Exponate aus Glas und Metall vor, die mit ihren spiegelnden Flächen mit der Farbe Blau kontrastieren oder mit dieser eine neue Verbindung einzugehen. Der gelernte Architekturfotograf und Documenta-Teilnehmer Nikolaus Koliusis, der als Professor an der Gesamthochschule Kassel unterrichtete, macht mit seinem über die Jahre entwickelten Werk seine künstlerischen Entwicklungen in dem spannenden Medium deutlich.

„Wir begleiten sein Werk seit über 35 Jahren“, betonte Klaus Maas vom Museum DKM. „Doch seine Kunstwerke sind völlig alterslos.“ Womit sich auch Nikolaus Koliusis mit einem schönen Kompliment nicht zurückhielt: „Ihr wart ja auch die Ersten, die Arbeiten von mir gekauft haben.“

Bereits im Treppenhaus empfängt die Besucher eine frühe Arbeit aus den 80er Jahren, die anstelle der Aufnahmen den Film ausstellt. So macht der Fotograf Koliusis die Materialien und Techniken der Fotografie zum Gegenstand seiner Arbeit.

18 transparente Filterfolien

Im ersten Ausstellungsraum sind 18 transparente Filterfolien hinter Glas zu sehen, die für den philosophischen Kontext stehen, dass der Widerschein eines Kunstwerkes beeindruckender als das Original sein soll. Die Installation „Blaubox“ erlaubt es, selbst in den blauen Raum hineinzutreten. Weiterhin ist neben den Installationen eine filmische Präsentation seiner Arbeiten zu sehen, darunter der Dokumentations- und Erinnerungsort für die NS-Euthanasie-Morde am Berliner Tiergarten.

Klaus Maas erklärt: „Seine Räume sind frei von Ideologien, sondern sind Orte der Ruhe und der Stille.“ Wofür der gepriesene Künstler die Museumsstifter und ihr Haus lobte: „Menschen mit besonderer Sensibilität schätzen diesen Ort.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik