Duisburg-Panorama

Neudorf und die City zu Füßen

Der Blick vom Uni-Hochhaus auf Neudorf-Nord und die Innenstadt.

Der Blick vom Uni-Hochhaus auf Neudorf-Nord und die Innenstadt.

Foto: WAZ FotoPool

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Duisburg.Wenn Harald Krähe bei der Arbeit mal abschalten und durchschnaufen möchte, dann steht er auf – und schaut aus dem Fenster seines Büros. Das liegt in der sechsten Etage des LE-Gebäudes der Universität Duisburg-Essen. Es ist nicht nur einer der am höchsten gelegenen Punkte der Hochschule, sondern in ganz Neudorf.

Von hier oben bietet sich eine herrliche Perspektive auf die nahe gelegene Innenstadt, das gesamte Blickfeld am Horizont reicht sogar von Wanheim im Süden bis nach Bruckhausen im Norden. „Ich genieße das“, gesteht Krähe. „Ich bin ein Fernsicht-Fan.“

Seit 1993 ist der 52-jährige Essener für die Uni tätig: als Kartograph. Früher erstellte er Karten im Fachbereich Geographie. Nun ist seine Stelle beim Institut für Ostasienwissenschaften angedockt. Neben Karten fertigt er Grafiken, Flyer und Poster an, managt zudem den Internetauftritt.

Früher war sein Büro im Gebäude M6 untergebracht. Vor acht Jahren erfolgte mit dem Institutswechsel der räumliche Umzug in besagtes LE-Gebäude. Dieser 1973 erbaute und 2008 umfassend sanierte „Betonklotz“ ragt aus dem Ensemble der Unigebäude heraus.

Die Mitarbeiter, die auf der östlichen Seite dieses Hochhauses ihre Räume haben, schauen auf den Duisburger-Mülheimer Stadtwald – mit der gelben, ehemaligen Zoobrücke für Fußgänger über die A 3 sowie dem Mülheimer Fernmeldeturm als von Wald umringte Landmarken. Die Büros auf der westlichen Seite bieten die weitaus spektakulärere Fernsicht. Harald Krähe öffnet sein Fenster. Ein seichter Wind weht in seine 20-qm-Stube. Und es setzt sofort ein.

Das große Staunen

Vor uns breitet sich das nördliche Neudorf mit dem Tectrum und der katholischen Kirche am Ludgeriplatz aus. Der Turm der Lutherkirche markiert Duissern. Dahinter erhebt sich die Skyline der City – mit dem Stadtwerketurm, dem Hoist-Hochhaus sowie dem Stadttheater als auffälligste Bauten. Gen Süden geblickt, fällt sofort die MSV-Arena ins Auge.

„Wenn sie an einem der alten Flutlichtmasten vorbeischauen, kann man sogar Tiger & Turtle erkennen“, sagt Krähe. Gen Norden ragt der herrlich grüne Kaiserberg gen Himmel. Weiter westlich taucht die Industriekulisse des Thyssen-Krupp-Werkes in Bruckhausen am Horizont auf. Von hier aus betrachtet präsentiert sich die Stadt von all ihren so unterschiedlichen Seiten.

Welchen Stellenwert hat die Fernsicht in seiner Freizeit? Da lacht Harald Krähe und sagt: „Einen hohen. Ein Hobby von mir ist das Bergwandern.“ Wie gesagt: Er ist ein echter Panorama-Genießer.

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