Kommentar

Nahverkehrsplan: Die Fronten scheinen in Duisburg verhärtet

Daniel Wiberny kommentiert die Proteste gegen den neuen Nahverkehrsplan und die Rolle der DVG.

Daniel Wiberny kommentiert die Proteste gegen den neuen Nahverkehrsplan und die Rolle der DVG.

Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.  Gegen den neuen Nahverkehrsplan kündigt sich im Duisburger Süden weiterer Protest an. Die DVG wehrt sich detailreich. Daniel Wiberny kommentiert.

Die DVG hat derzeit mit einem Sturm der Entrüstung zu kämpfen. Auf der Facebook-Seite des Duisburger Verkehrsunternehmen gibt es mittlerweile hunderte erboster Kommentare gegen die neuen Fahrpläne, die am 27. Oktober in Kraft treten. Bei der Gelegenheit sei noch einmal daran erinnert, dass die Grundlage dafür der Nahverkehrsplan der Stadt Duisburg ist – verabschiedet mit breiter politischer Mehrheit. Auch die SPD stimmte dafür.

Der Kampf um die gewohnten Verbindungen

Dies muss man vor allem mit Blick auf die von den Ungelsheimer Sozialdemokraten mitinitiierten Proteste im Duisburger Süden wissen. Und trotzdem ist es nachvollziehbar, wenn dort die Bezirkspolitiker an der Seite der Bürger um die gewohnten Verbindungen kämpfen. Wichtig ist, sich selbst vorher ausreichend zu informieren.

Die DVG hat nun noch mal zu den Vorwürfen Stellung genommen, ganze Ortsteile seien künftig abgeschnitten. Sie hat sehr detailliert erklärt, warum dies aus ihrer Sicht nicht der Fall ist. Es bleibt dennoch abzuwarten, wie sehr die DVG damit Erfolg hat. Wer wie die Ungelsheimer künftig erst einmal bis zu zwei Kilometer zur Haltestelle laufen muss, um zur Arbeit zu kommen oder nur noch nach einem Umstieg seine Einkäufe erledigen kann, wird sich jedenfalls weiterhin nicht so leicht überzeugen lassen.

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