Vermisstensuche

Mutter aus Duisburg vermisst: Nachbarn und Polizei rätseln

Seit dem 7. September wird Mine O. aus Duisburg vermisst. 

Seit dem 7. September wird Mine O. aus Duisburg vermisst. 

Foto: Friso Gentsch / dpa

Duisburg.  Mine O. aus Duisburg wird seit zwei Monaten vermisst. Die Nachbarn beschreiben die Familie als nett. Polizei steht vor einer Herausforderung.

Eine ruhige Nebenstraße unweit der viel befahrenen Ruhrorter Straße im Duisburger Stadtteil Kaßlerfeld. Hier wurde Mine O. an einem Samstagabend im September das letzte Mal gesehen. Seit zwei Monaten fehlt von der Mutter eines fünf Jahre alten Sohnes jede Spur (hier geht es zur Personenbeschreibung). Die Polizei und Nachbarn stehen vor einem Rätsel.

Mütter mit ihren Kindern sind hier zahlreich zu Fuß unterwegs. Senioren tragen ihre Einkäufe in ihre Wohnungen in einem der Mehrfamilienhäuser, an deren Haustüren nicht jede Klingel mit einem Namensschild versehen ist. Die Trinkhalle in dem Viertel hat schon lange geschlossen. Hier lebte Mine O. bis zum 7. September. Um 21 Uhr verließ sie nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler die Wohnung. Ihrem Mann Ercan sagte sie, dass sie bei einer Freundin übernachten wolle. Zuvor soll das Ehepaar sich laut gestritten haben, erzählen andere Bewohner des Mehrfamilienhauses.

Polizei Duisburg fragt weiterhin: Wo ist Mine O. ?

Ermittlungen der Polizei haben mittlerweile ergeben, dass die Freundin der jungen Duisburgerin schon seit längerem nicht mehr in Deutschland wohnt. Seitdem beschäftigt sich das Kriminalkommissariat mit der Frage: Wo ist Mine O. ? „Wir gehen immer noch von einem Vermisstenfall aus“, sagt Polizeisprecherin Jacqueline Grahl. Bei den Befragungen habe man sich zunächst auf das private Umfeld der Frau konzentriert – also Freundinnen, Familie und Nachbarn. „Polizisten waren hier und haben mit uns gesprochen. Ich kenne die Frau aber nur aus dem Treppenhaus“, erklärt einer der Nachbarn. Danach hätten die Ermittler mit Spürhunden auch den Garten abgesucht.

Die Familie beschreiben weitere Hausbewohner als „nett“. Ein Mann, der namentlich nicht genannt werden möchte, berichtet: „Wir sind geschockt. Über die Kinder lernt man sich im Hausflur kennen. Die Eltern sind mit ihrem Jungen immer sehr nett umgegangen.“ Dazu passt auch: In den sozialen Netzwerken Instagram und Facebook hat die junge Mutter häufig Bilder von ihrem Sohn gepostet. Auf das linke Handgelenk hat sie sich den Namen ihres Mannes tätowieren lassen.

Mutter ist im Schengen-Raum zur Suche ausgeschrieben

Zwei Monate nach dem Verschwinden der 26-Jährigen gibt die Polizei zu, dass es eine Herausforderung sei, neue Ermittlungsstränge zu finden. Man verfolge schließlich jede Spur bis zum Ende, um diese ausschließen zu können. Vor gut zwei Wochen hat die Polizei Mine O. deutschlandweit sowie im gesamten Schengen-Raum zur Suche ausgeschrieben – bislang ohne Erfolg. „Wir machen bei der Suche natürlich weiter. Unsere Ermittler gehen allem nach“, unterstreicht Jacqueline Grahl.

Hinweise zu der verschwundenen Mutter nimmt das Kriminalkommissariat 12 weiter unter 0203 280 0 entgegen.

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