Zoo Zajac

Mitarbeiter klagte gegen Kündigung von Zoo Zajac

Norbert Zajac, Geschäftsführender Gesellschafter der offiziell größten Tierhandlung der Welt, in seinem Fachgeschäft in Duisburg. Am Dienstag einigte er sich mit einem ehemaligen Mitarbeiter vor dem Landesarbeitsgericht.

Norbert Zajac, Geschäftsführender Gesellschafter der offiziell größten Tierhandlung der Welt, in seinem Fachgeschäft in Duisburg. Am Dienstag einigte er sich mit einem ehemaligen Mitarbeiter vor dem Landesarbeitsgericht.

Foto: WAZ Fotopool

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Duisburg/Düsseldorf.„Ich kenne Sie aus dem Fernsehen“, sagte nach Ende einer Verhandlung der Vorsitzende Richter am Landesarbeitsgericht, Jansen, zu Norbert Zajac, Geschäftsführer des gleichnamigen Zoo-Geschäfts. Da war allerdings schon ein Vergleich zwischen Zajac und seinem ehemaligen Mitarbeiter Kurt W. (Name geändert) geschlossen.

Statt der viel diskutiertenHundewelpen, die Zajac seit einiger Zeit verkauft, ging es vor Gericht um die Fischabteilung. Dort hatte Kurt W. einige Jahre gearbeitet. Dann erkrankte er und bekam 2010 erstmals eine Kündigung. Es folgten erste Klagen, vermeintliche verbale Auseinandersetzungen, vermeintliche Fehlleistungen des Arbeitnehmers, Strafanzeigen, fristlose Kündigung, fristgerechte Kündigungen und Widersprüche.

Nicht die erste Einigung

Am Dienstag traf man sich vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf. Hatte Kurt W. noch kurz vor der Verhandlung gehofft, wieder an seinen Arbeitsplatz zurückkehren zu können, sah er schnell seine Chancen schwinden. Gleiches galt für seine Forderung, bei Zahlung eines Jahresgehalts der Umwandlung in eine fristgerechte Kündigung zuzustimmen. Denn Richter Jansen machte deutlich, dass dies mangels längerer Betriebszugehörigkeit nicht realistisch sei.

Sein Vergleichsvorschlag: Abfindung in Höhe von fünf Monatsgehältern, Umwandlung in eine fristgerechte Kündigung, Ausstellung eines qualifizierten Arbeitszeugnisses, Zahlung des ausstehenden Lohns. Auf der anderen Seite: Sämtliche anhängigen Verfahren sind bei Zustimmung beider Parteien damit erledigt, was Zajac und Kurt W. am Ende taten.

Für Norbert Zajac war es nicht die erste Einigung mit Kurt W. vor Gericht: Er hatte ihm auch eine Wohnung vermietet und sich im Rahmen eines Räumungsklage-Verfahrens mit ihm verglichen.

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