Masterplan Wirtschaft

Mit zwei Dezernenten auf dem richtigen Wirtschaftsweg

Bei der Unterzeichnung des Masterplans Wirtschaft 2017 war neben (v.l.)  Heinz Lison, Sprecher der regionalen Wirtschaft des Unternehmerverbandes, Oberbürgermeister Sören Link, Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer, auch Michael Groschek, damaliger NRW-Minister für Bauen, Stadtentwicklung und Verkehr, dabei.

Bei der Unterzeichnung des Masterplans Wirtschaft 2017 war neben (v.l.) Heinz Lison, Sprecher der regionalen Wirtschaft des Unternehmerverbandes, Oberbürgermeister Sören Link, Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer, auch Michael Groschek, damaliger NRW-Minister für Bauen, Stadtentwicklung und Verkehr, dabei.

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Masterplan Wirtschaft : OB und Unternehmen ziehen positive Bilanz. Man habe einiges erreicht, wie die Einführung des Wirtschaftsdezernenten.

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Duisburg hat einen Wirtschaftsdezernenten, der Breitbandausbau soll bis 2020 abgeschlossen sein und der Masterplan Digitalisierung sei eine Folge des Masterplans Wirtschaft, der vor gut einem Jahr unterzeichnet wurde: Jetzt zogen Oberbürgermeister Sören Link und Vertreter der Unternehmen eine erste Zwischenbilanz. Und die fiel positiv aus. Am Ziel sieht man zwar noch lange nicht. Aber: „Wir haben eine ganze Menge erreicht“, erklärt der OB.

Einige der 60 Projekte, die im Plan stehen, seien bereits umgesetzt worden. So wurde ein neuer Unternehmerverband „Wirtschaft für Duisburg“ gegründet, der künftig an der Realisierung von Projekten im Sinne des Masterplan-Gedanken mitarbeiten will. Die Errichtung eines neuen Campus Wedau, auf dem die Uni und innovative Unternehmer künftig vernetzt arbeiten sollen und die Kooperation mit dem chinesischen Konzern Huawei zum Thema „Smart City“ seien weitere Erfolge. Und überhaupt, Stichwort „China“: 100 Unternehmen gibt es derzeit in Duisburg, im wesentlichen Dienstleister und Marketingagenturen. In Asterlage entsteht ein Handelszentrum. „In China hat Duisburg nicht nur einen Namen als Logistik-, sondern auch als Unistandort“, sagt Sören Link.

Wohnraum für junge Familien

Auch IHK-Präsident Burkhard Landers, sieht Duisburg auf einem guten Weg. Die gute konjunkturelle Lage gebe der Stadt Rückenwind. Die Zahl der Beschäftigten liege auf dem höchsten Niveau seit 25 Jahren. Und auch die Arbeitslosenzahl ist gesunken. „Unseren Unternehmen geht es gut. Damit das so bleibt ist es wichtig, dass wir die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft weiter verbessern“, fordert Landers. Zusätzliche Gewerbeflächen müssten erschlossen werden und die Verwaltung weniger bürokratisch agieren. Stichwort: Digitalisierung. Aber auch hierfür gibt es ja nun einen zuständigen Dezernenten.

Richtig sei es auch, Wohnraum für junge Familien zu schaffen. Die entsprechenden Bauprojekte in Wedau, am Angerbogen und im Mercatorquartier werden von der IHK und dem Unternehmerverband ausdrücklich begrüßt. „Das ist gut für Familien, aber auch für Unternehmen, die damit künftige Fachkräfte werben können“, findet Landers.

Für Steuersenkungen hat die Stadt keine Luft

An der Steuerschraube könne die Stadt derzeit nicht drehen. Das ist allen Beteiligten klar, auch wenn eine Senkung der Gewerbesteuer aus Sicht der Unternehmen wünschenswert ist. Sören Link würde gerne die Steuern senken. Aber dazu habe die Stadt keine Luft. Dafür soll es zumindest keine Erhöhungen geben. „Ich will keine weitere Belastung der Bürger“, sagte der OB.

Große Erwartungen setzt die Stadt auf die Ende für 2018 geplante Ruhrgebiets-Konferenz. Dabei müsse auch das Thema der kommunalen Finanzen im Revier endlich angepackt werden. Ähnliches gelte auch für die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur. Denn die, so Link, „wird Duisburg nicht allein schaffen.“

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