Mit Drogen im Darknet gehandelt

Wegen Drogenhandels verurteilte das Landgericht Duisburg gestern drei 20 bis 30 Jahre alte Männer aus Duisburg und Hameln zu Gefängnisstrafen bzw. Jugendstrafen zwischen drei Jahren und vier Jahren und neun Monaten. Drei weitere 22 bis 24 Jahre alte Angeklagte kamen mit Bewährungsstrafen wegen Beihilfe davon. In wechselnder Täterschaft hatten sie zwischen 2012 und ihrer Festnahme am 23. Februar 2016 im so genannten Darknet in großem Stil mit Drogen gehandelt.

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Wegen Drogenhandels verurteilte das Landgericht Duisburg gestern drei 20 bis 30 Jahre alte Männer aus Duisburg und Hameln zu Gefängnisstrafen bzw. Jugendstrafen zwischen drei Jahren und vier Jahren und neun Monaten. Drei weitere 22 bis 24 Jahre alte Angeklagte kamen mit Bewährungsstrafen wegen Beihilfe davon. In wechselnder Täterschaft hatten sie zwischen 2012 und ihrer Festnahme am 23. Februar 2016 im so genannten Darknet in großem Stil mit Drogen gehandelt.

Allein durch die Hände eines zur Tatzeit erst 18-jährigen Duisburgers waren innerhalb weniger Monate rund 50 Kilo Marihuana, Amphetamin und Kokain gegangen. Während drei der Männer für die Drogengeschäfte zuständig waren, betreuten die drei anderen die Internetseiten, über die das Rauschgift bestellt werden konnte. Dieses wurde in einer Duisburger Wohnung hergestellt beziehungsweise zwischengelagert und mit der Post verschickt.

Marketing für Rauschgift

Der abgeschottete Internetauftritt der Täter sei höchst professionell und marktwirtschaftlich orientiert aufgezogen worden, so der Vorsitzende der Strafkammer am Ende des seit Dezember 2016 laufenden Verfahrens. Das machten unter anderem Sonderaktionen deutlich, mit denen die Täter Drogen in einer Lotterie oder als Feiertagsschnäppchen angeboten hatten.

Das Bundeskriminalamt in Wiesbaden war den Männern auf die Spur gekommen, nachdem sich den Ermittlern 2015 die Gelegenheit bot, gleich ein ganzes Darknet-Forum anzukaufen. Die Auswertung der Daten führte zu dem Hamelner und später zu zwei Duisburger Brüdern. Verdeckte Ermittler waren ohne Zögern mit gleich 30 Kilo Amphetamin beliefert worden. Die Anklage vor dem Landgericht vertrat die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Cyber-Kriminalität in Köln.

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