„Minijobs sind ein Armutsrisiko“

In Duisburg sind derzeit 5112 Menschen trotz Arbeit auf Hartz IV angewiesen. Eine große Zahl der Aufstockenden arbeitet in geringfügiger Beschäftigung. So haben 4919 Aufstockende nur einen Minijob. 1464 sind Vollzeitbeschäftigte. „Es ist untragbar, dass so viele Menschen in unserer Stadt von ihrer Arbeit nicht leben können“, erklärt Angelika Wagner, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Duisburg: „Ein besonderes Problem sind die Minijobs. Der Minijob ist keine Brücke in reguläre Beschäftigung, sondern ein Armutsrisiko.“

In Duisburg sind derzeit 5112 Menschen trotz Arbeit auf Hartz IV angewiesen. Eine große Zahl der Aufstockenden arbeitet in geringfügiger Beschäftigung. So haben 4919 Aufstockende nur einen Minijob. 1464 sind Vollzeitbeschäftigte. „Es ist untragbar, dass so viele Menschen in unserer Stadt von ihrer Arbeit nicht leben können“, erklärt Angelika Wagner, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Duisburg: „Ein besonderes Problem sind die Minijobs. Der Minijob ist keine Brücke in reguläre Beschäftigung, sondern ein Armutsrisiko.“

Besonders für Frauen nach der Familienphase, die den Wiedereinstieg in sozialversicherte Arbeit suchten, würden Minijobs zur Sackgasse. Minijobs böten keine Perspektive auf Qualifizierung und Aufstieg im Beruf. Hinzu komme, dass keine oder nur eingeschränkte Ansprüche für die gesetzliche Sozialversicherung erworben werden und dies oft über viele Jahre. Oftmals klebe das Etikett „Minijob gleich Aushilfe“ an den geringfügig Beschäftigten.

„Es ist deshalb dringend notwendig, dass das Jobcenter in Duisburg sich mehr für die Beschäftigten im Leistungsbezug engagiert“, fordert Wagner: „Wer sich in einer beruflichen Einbahnstraße befindet, braucht mehr Unterstützung statt Sanktionen.“ Dazu seien mehr Angebote der aktiven Arbeitsmarktpolitik nötig, insbesondere Angebote einer beruflichen Qualifizierung müssten weiter voran gebracht werden. „Wissenschaftliche Studien bestätigen regelmäßig, dass viele Menschen in Minijobs gerne mehr arbeiten würden.“ Für die DGB-Vorsitzende ist deshalb klar: „Unser Ziel ist, dass mehr Minijobs in sozialversicherte Arbeit umgewandelt werden. Der DGB hat dazu einige Vorschläge gemacht.“ Aber auch Land und Kommune sieht Wagner in der Verantwortung.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben