Messer-Attacke

16-Jähriger soll schwangere Ex-Freundin attackiert haben

Nach dem Angriff auf das schwangere Mädchen sind vier junge Männer in Untersuchungs-Haft gekommen. WP-Foto: Michael Kleinrensing

Foto: Michael Kleinrensing

Nach dem Angriff auf das schwangere Mädchen sind vier junge Männer in Untersuchungs-Haft gekommen. WP-Foto: Michael Kleinrensing

Duisburg.  Nach dem Angriff auf ein 17-jähriges Mädchen in Duisburg wird bekannt: Sie ist im fünften Monat schwanger, der Ex-Freund soll der Vater sein.

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Der brutale Angriff auf ein 17-jähriges Mädchen, das letzte Woche von vier jungen, teils maskierten Männern in Duisburg angegriffen und auch mit Messern verletzt wurde, hat eine neue Wende bekommen.

Denn die junge Frau ist offenbar im fünften Monat schwanger und bei dem werdenden Vater (16) handelt es sich nach Erkenntnissen der Polizei um ihren Ex-Freund, der zu den Tätern gehört und sie in einen Hinterhalt gelockt haben soll.

Laut Polizei habe der 16-Jährige ihr bereits zuvor gedroht, jemandem von der Vaterschaft zu erzählen. Am Donnerstag habe es noch mal ein Treffen gegeben, um über das Baby zu reden.

Der Kindsvater hatte nach ersten Erkenntnissen jedoch drei Freunde angeheuert, die maskiert der Schwangeren aufgelauert haben und sie angriffen. Zu viert hätten sie auf die junge Frau eingeschlagen und mit einem Messer an den Beinen und an der Hüfte verletzt. Die Schwangere konnte sich losreißen und wie berichtet bei einem Ehepaar in Sicherheit bringen.

Haftbefehl wegen versuchten Mordes

Eine Haftrichterin hat am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehle wegen versuchten Mordes erlassen.

Laut Polizei Duisburg leben alle vier in Untersuchungshaft sitzenden Täter in Duisburg, drei sind auch in Duisburg geboren, drei haben eine deutsche und türkische Staatsangehörigkeit, dazu gehört auch der Kindsvater. Der 15-jährige Festgenommene stammt aus dem Irak, hat die schwedische Staatsbürgerschaft, lebt seit fünf Jahren in Duisburg.

Infos trotz Jugendschutz - Beteiligte äußern sich selbst in Medien

Dass Polizei und Staatsanwaltschaft sich jetzt so detailliert äußern, obwohl es sich bei den Beteiligten um Minderjährige handelt, begründen sie so: "Um Gerüchten einen Riegel vorzuschieben und aufgrund der Tatsache, dass die Jugendliche selber Details den Medien preisgegeben hat, haben Staatsanwaltschaft und Polizei sich entschieden, die Hintergründe nach derzeitiger Erkenntnislage zu veröffentlichen."

Die Polizei sucht Zeugen, die etwas gehört oder gesehen haben, von Interesse seien auch Infos, wie sich die Jugendlichen verabredet haben. Hinweise werden unter Tel. 0203/2800 entgegen genommen.

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