Stadtentwicklung

„Mercator One“ entsteht am Duisburger Hauptbahnhof

An den Gebäudeenden tritt die Fassade abgestuft zurück, um den Blick in Richtung Hauptbahnhof, Königstraße und Friedrich-Wilhelm-Straße frei zu geben. Die Fertigstellung ist für Sommer 2019 geplant.

An den Gebäudeenden tritt die Fassade abgestuft zurück, um den Blick in Richtung Hauptbahnhof, Königstraße und Friedrich-Wilhelm-Straße frei zu geben. Die Fertigstellung ist für Sommer 2019 geplant.

Foto: Hadi Teherani

Duisburg.  Nach Plänen von Star-Architekt Hadi Teherani soll am Duisburger Hauptbahnhof ein sehenswerter Neubau mit Büros und Gastronomie entstehen.

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Der Bahnhofsvorplatz wird im Herbst fertig sein, und wenige Wochen später soll es an der Mercatorstraße mit dem Bauen schon wieder weiter gehen: Investor Torsten Toeller hat den Zuschlag bekommen für das Grundstück am Rande des neuen Platzes, wo nach den Plänen von Star-Architekt Hadi Teherani „Mercator One“, ein spektakulärer Neubau entstehen soll mit über 7000 Quadratmetern Bürofläche und Gastronomie im Erdgeschoss. Investition: zwischen 27 und 29 Millionen Euro.

Knapp 100 Meter lang, 16 Meter breit und 28 Meter hoch wird der Neubau mit seinen sechs Etagen und einem Staffelgeschoss. Zwei Parkebenen im Untergrund sollen Platz bieten für 135 Autos. Die Fassade wird in Anthrazit gehalten, um dem Klinker-Äußeren des Bahnhofs nicht die Wirkung zu nehmen.

Augenfällig am Teherani-Entwurf sind die fächerförmig gestalteten nördlich und südlichen Gebäudeenden, die nach unten abgestuft den Blick freigeben auf den Bahnhof einerseits und auf Königstraße sowie Friedrich-Wilhelm-Straße mit IHK-Hauptsitz andererseits. „Der Hauptbahnhof wird umarmt“, erläuterte der in Hamburg lebende und in Teheran geborene Architekt die Zielsetzung dieser Bauweise, die Passanten entsprechend lenken soll. Vor dem Staffelgeschoss ganz oben auf dem Neubau ist ein Dachterrasse vorgesehen mit einem umlaufenden Glasgeländer.

Für Toeller eine „Herzensangelegenheit“

Aus sechs dem Vernehmen nach durchweg anspruchsvollen Entwürfen hatte eine Fach-Jury die Teherani-Planung ausgewählt, hinter der der bekennende Duisburger Toeller steht. Er ist Gründer und Inhaber der im In- und Ausland erfolgreichen Heimtierbedarfskette „Fressnapf“, wohnt in Großenbaum und ist begeistert von der Entwicklung Duisburgs in jüngster Zeit. Vor fünf Jahren, so sagte er gestern bei der Vorstellung der Pläne im Rathaus, hätte er sich wohl nicht für eine solche Investition entschieden, jetzt aber sei sie ihm eine „Herzensangelegenheit“. Das Gebäude werde nach Fertigstellung nicht verkauft, eine teilweise Nutzung durch eigene Firmen sei möglich.

Loslegen will Toeller möglichst noch in diesem Jahr, eine hohe Vorvermietung hält er nicht für erforderlich: „Wir bauen das Ding jetzt einfach.“ Er sei sich sicher, für das attraktive Gebäude in bester Lage mit sehr flexiblen Nutzungsmöglichkeiten nicht lange nach Mietern suchen zu müssen.

Oberbürgermeister Sören Link lobte den Teherani-Entwurf als „fantastisches Gebäude“ und „letzten Baustein für ein neues Bahnhofs-Umfeld“. Weitere OB-Erkenntnis: „Duisburg wird für Investoren immer interessanter.“

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