Grünkonzept

Mit Fördergeldern: Mehr Grün für Duisburgs Innenstadt

Auch der Sonnenwall soll die Hauptachsen in Duisburgs Innenstadt, die Königstraße und Friedrich-Wilhelm-Straße, mit neuem Straßengrün verbinden.

Foto: Tanja Pickartz

Auch der Sonnenwall soll die Hauptachsen in Duisburgs Innenstadt, die Königstraße und Friedrich-Wilhelm-Straße, mit neuem Straßengrün verbinden. Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Das Land hat der Stadt Duisburg für den „Klostergarten im Innenhafen“ und die Schaffung 65 neue Baumstandorte 500 000 Euro Fördergelder zugesagt.

Einen neuen Klostergarten für den Innenhafen, mehr Straßenbäume für die Innenstadt - zwei längst beschlossene Projekte aus dem so genannten Integrierten Handlungskonzept Innenstadt werden im neuen Jahr das Licht der Welt erblicken, nachdem jetzt die Stadt Duisburg vom Land dazu eine Förderzusage von einer halben Million Euro zugesagt bekommen hat.

Kernpunkt des Planes ist Schaffung von 65 neuen Baumstandorten (siehe Info-Box), verteilt auf zehn Straßen im Kern der Innenstadt, die nach dem erklärten Willen der Stadtplaner somit für eine „bessere Vernetzung des Hauptbahnhofs mit der Innenstadt“ und für eine Verbesserung der Wegebeziehungen in der Stadtmitte sorgen sollen.

Grünräume werden verknüpft

Wie die Sprossen bei einer Leiter sollen insgesamt zehn City-Nebenstraßen wie u. a. die Hohe Straße, Tonhallenstraße, Claubergstraße, der Buchenbaum, Düsseldorfer Straße, aber auch der Sonnenwall die Hauptachsen Königstraße und Friedrich-Wilhelm-Straße mit neuem Straßengrün verbinden. Nach Worten von Volker Heimann, dem Leiter des Amtes für Umwelt und Grün sind insgesamt 65 neue Baumstandorte geplant. Zusätzlich sollen 13 Pflanzscheiben mit Rankgerüsten an Standorten angelegt werden, an denen keine Baumpflanzungen wegen vorhandener Versorgungsleitungen möglich seien. Kostenpunkt 300 000 Euro, von denen 80 Prozent der Steuerzahler des Landes zahlt.

Neben der optischen Verknüpfungsfunktion der geplanten Baumstandorte sollen nach dem Willen der Planer die Straßen durch die Pflanzung auch „räumlich neu gegliedert und aufgewertet“ werden. Zudem trügen die Baumpflanzungen zu einer „Verbesserung des Stadtklimas bei“ und die Pflanzinseln würden gar als so genannte „Trittsteinbiotope“ helfen, vorhandene Grünräume in der Stadtmitte besser untereinander zu verknüpfen.

Neuer Treffpunkt in Spielplatznähe

Für rund 200 000 Euro soll im kommenden Jahr im Innenhafen, zwischen dem städtischen Museum und dem großen Spielplatz, vor der Stadtmauer ein 2000 m² großer „Klostergarten“ plus angrenzende zusätzliche Streuobstwiese entstehen. Die Konzeption des Klostergartens, so Amtsleiter Heimann, werde den Innenhafen noch einmal nachhaltig aufwerten. Es werde eine neue Aufenthaltsqualität für ein breites Spektrum an Nutzern entstehen. Familien könnten den Klostergarten als Treffpunkt in Spielplatznähe nutzen, Naturfreunde könnten alte

Obstgehölze, Wiesenblumen und Kräuter entdecken. Zudem lasse sich die Fläche gut bei Veranstaltungen als Aufenthaltszone integrieren. Vom ursprünglichen Plan eines „Apothekergartens“, so Heimann, habe man sich indes wieder verabschiedet. Der sehr hohe Betreuungsaufwand durch die Apothekerschaft wie die schwierige Sicherung einer formellen Partnerschaft für die Förderbindungszeit von 20 Jahren ließen die Planer davon wieder abrücken.

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