Tötungsdelikt

Marxloh-Fall: Polizei nimmt zweiten Tatverdächtigen fest

Die Ermittlungen im Fall des getöteten Jungen (14) in Marxloh dauern an.

Foto: Stephan Eickershoff

Die Ermittlungen im Fall des getöteten Jungen (14) in Marxloh dauern an. Foto: Stephan Eickershoff

Nach dem Tötungsdelikt vom Ostersonntag in Marxloh hat die Duisburger Polizei einen zweiten Tatverdächtigen festgenommen. Der sitzt in U-Haft.

Die Polizei versucht nach wie vor zu ermitteln, wer am Ostersonntag in Marxloh einen 14-jährigen Jungen mit einem Messerstich in den Rücken tödliche Verletzungen zugefügt hat (wir berichteten). Inzwischen wurde ein zweiter Tatverdächtiger festgenommen.

Bei dem 53-jährigen Mann aus Dortmund handelt es sich um den Vater jenes 27-Jährigen, der bereits seit Mittwoch in Untersuchungshaft sitzt. Der 53-jährige Mann hatte sich am Donnerstag in Begleitung eines Anwalts gestellt. Nach WAZ-Informationen haben bislang aber weder Vater noch Sohn die tödliche Attacke mit dem Messer eingeräumt.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das zuständige Amtsgericht gegen den Vater Haftbefehl wegen Beteiligung an einer Schlägerei erlassen. Kommt dabei jemand zu Tode wie in diesem Fall, kann allein dieser Tatvorwurf schon eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren zur Folge haben, erklärte Polizeisprecherin Daniela Krasch.

Nach seiner Vernehmung kam der 53-Jährige in Untersuchungshaft. Zuvor hatten Ermittler die Wohnung des Dortmunders durchsucht, ihn dort jedoch nicht angetroffen. Die Beamten stellten das Auto des Mannes sicher. Er soll nach Hinweisen an dem Streit am Ostersonntag beteiligt gewesen sein, in dessen Verlauf der Junge getötet und zwei Männer leicht verletzt wurden.

Die Polizei durchsuchte am Donnerstag die Wohnung eines weiteren Tatverdächtigen (30) in Marxloh, der ebenfalls nicht anwesend war. Auch er erschien später mit seinem Rechtsbeistand bei der Polizei. Ein dringender Tatverdacht ließ sich nicht erhärten, so dass dieser Mann nach vorheriger Festnahme und Vernehmung wieder gehen durfte.

Wer den Jungen tödlich verletzt hat und wo die Tatwaffe ist, wird weiterhin ermittelt, so Daniela Krasch.

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