Magische Show

Magier mit Gedankenübertragung im Theater am Marientor

Der Magier Nicolai Friedrich kann aus einem Seil mit zwei Enden eines mit dreien und dann sogar vier Enden machen.

Der Magier Nicolai Friedrich kann aus einem Seil mit zwei Enden eines mit dreien und dann sogar vier Enden machen.

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Nicolai Friedrich verzaubert und verblüfft das Publikum mit Illusionen, Tricks und einer Prise Humor im Duisburger Theater am Marientor.

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Wer auf Nicolai Friedrich trifft, muss schon ein bisschen aufpassen, was er denkt. Der Magier macht sich gerne einmal einen Spaß daraus, die Gedanken seines Gegenübers zu lesen. So auch bei seiner Vorstellung im Theater am Marientor.

Geburtsdaten, Sternzeichen, Berufe, Symbole, Namen – alles, was in den Köpfen seiner Zuschauer schwirrte, sagte er meist sicher vorher. Oder er übertrug die Gedanken einfach von einem Kopf in einen anderen. Doch auch Illusionen und Tricks sowie eine Prise Humor hatte der Magier im Gepäck. Am Ende waren alle verzaubert – auch die Skeptiker.

Kinder staunen mit ihren Eltern

Einem dieser Skeptiker wirft Friedrich gleich zu Beginn der Show ein langes Seil zu, damit der es untersuchen kann. Dass es sich bei dem Mann um einen Skeptiker handelt, weiß Nicolai Friedrich natürlich sofort. Dafür muss er nicht mal dessen Gedanken lesen: „Erste Reihe, fragender Blick und Brille – ich weiß Bescheid“, sagt der Magier.

Der Mann untersucht das Seil. „Damit ist alles in Ordnung“, befindet der Skeptiker. Doch wie kann es dann sein, dass Friedrich aus einem Seil mit zwei Enden eines mit dreien und dann sogar vier Enden macht? Selbst eine Großaufnahme seiner Handbewegungen, die an den Hintergrund der Bühne geworfen wird, kann den Trick nicht offenbaren. Auch nicht, als er das Seil schüttelt und es dann gar keine Enden mehr hat. Einige Kinder im gut besetzten Theatersaal blicken jedenfalls ihre Eltern neben sich an und reißen die Augen auf, als wollten sie sagen: „Siehst du, ich hab’s gewusst, das ist echte Magie“.

Namen eines Haustiers erraten

Nach den ersten „Aufwärmübungen“, wie Friedrich es bezeichnet, wenn er mal eben den Namen eines Haustiers errät, geht es dann ans Eingemachte: Er weiß, welche Wörter die Gäste, die er sich per Zufall auf die Bühne holt, sich auf einer Buchseite eingeprägt haben, er kennt ihre liebsten Urlaubsländer und hat sogar Schlüssel von Hotels in der Nähe dabei. Ja, sogar die Lottozahlen kennt er. Zumindest die einer Ziehung, bei der sich Zuschauer Zahlen ausdenken können.

Eine etwas größere Herausforderung stellt da die Zusammenarbeit mit dem jungen Silas dar, den sich der Magier aus dem Zuschauerraum auf die Bühne geholt hat. Silas soll mit verbundenen Augen Objekte erkennen, die er nicht berührt, sondern über die er nur seine Hand hält. Friedrich will ihm das Objekt per Gedankenübertragung zukommen lassen. Doch zunächst regt sich bei Silas nichts. Er empfängt keine Signale vom Magier. Drei Gegenstände gibt dieser ihm zur Auswahl: „Liegt eine Schachtel Zigaretten, ein Bonbon oder eine Münze unter deiner Hand?“, fragt er ihn immer wieder. „Spürst du ein Kribbeln, wenn ich eines der Worte sage?“. Silas schüttelt den Kopf.

Doch dann auf einmal tut sich etwas. Es ist so, als funkten Magier und Gast plötzlich auf der selben Frequenz. es schießt aus Silas heraus. „Ein Bonbon!“. Auch bei wiederholtem Versuch mit anderen Gegenständen ist Silas treffsicher,. Der Magier überträgt also seine Gedanken. Oder doch nicht? Skeptiker werden wohl versuchen, den „Trick“ zu entlarven. Ein klein wenig verzaubert sind sie jedoch trotzdem. Zumindest klatschen alle begeistert Beifall. Auch der Herr mit der Brille in der ersten Reihe.

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