Loveparade

Loveparade-Prozess: Sieben Nebenklagen zurückgezogen

Die Loveparade-Gedenkstätte im Karl-Lehr-Tunnel in Duisburg: Einige Nebenkläger wollen sich der psychischen Belastung des Prozesses nun doch nicht aussetzen.

Die Loveparade-Gedenkstätte im Karl-Lehr-Tunnel in Duisburg: Einige Nebenkläger wollen sich der psychischen Belastung des Prozesses nun doch nicht aussetzen.

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Aus Angst, sich wieder mit den traumatischen Ereignissen auseinandersetzen zu müssen oder vor hohen Prozesskosten haben sieben Betroffene ihre Nebenklagen im Loveparade-Prozess zurückgezogen.

Im Loveparade-Prozess haben sich einige Nebenkläger zurückgezogen. Seit Juli hätten sieben Betroffene die Anschlusserklärung zurückgenommen, mit der sie sich der Klage der Staatsanwaltschaft angeschlossen hatten, bestätigte ein Gerichtssprecher dem Evangelischen Pressedienst am Mittwoch in Duisburg. Gründe sind nach einem Bericht des WDR die psychische Belastung und die Sorgen vor hohen Prozesskosten.

111 Verhandlungstage im Loveparade-Prozess angesetzt

Am 24. Juli 2010 war es bei der Loveparade in Duisburg zu einer Massenpanik im Zugangstunnel gekommen. 21 Menschen starben, mehr als 650 wurden verletzt. Am 8. Dezember beginnt der Prozess vor dem Landgericht Duisburg. Angeklagt sind vier Mitarbeiter der Veranstalterfirma Lopavent und sechs Bedienstete der Stadt Duisburg wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung. Wegen der Größe des Verfahrens findet der Prozess in der Messe Düsseldorf statt. Bis Ende 2018 sind derzeit 111 Verhandlungstage angesetzt. (epd)

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