Loveparade

Loveparade-Akten kehrten zurück zur Staatsanwaltschaft

Die Ermittlungsakten des Loveparade-Verfahrens vom Landgericht am König-Heinrich-Platz zurück zur Staatsanwaltschaft an der Koloniestraße transportiert wurden.

Die Ermittlungsakten des Loveparade-Verfahrens vom Landgericht am König-Heinrich-Platz zurück zur Staatsanwaltschaft an der Koloniestraße transportiert wurden.

Foto: Volker Hartmann/Archiv

Duisburg.  Justizmitarbeiter hatten am Mittwoch schwer zu tragen: Lkw brachte 141 Kartons mit Akten und anderem Beweismaterial vom Landgericht zur Koloniestraße.

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Ein halbes Dutzend Justizbeschäftigte geriet am Mittwoch ins Schwitzen, als die Ermittlungsakten des Loveparade-Verfahrens vom Landgericht am König-Heinrich-Platz zurück zur Staatsanwaltschaft an der Koloniestraße transportiert wurden. 141 Umzugskartons mit Akten und anderem Beweismaterial, Rollen mit großen Plänen und ein Gulli-Deckel, über den am 24. Juli 2010 Menschen im tödlichen Gedränge gestolpert sein sollen, wurden im Innenhof des Gerichts auf einen Lastwagen verladen.

Diese Masse an Material wird noch zwei Mal umziehen müssen: Derzeit schreiben die Duisburger Anklagevertreter laut einer Behördensprecherin an einer Begründung der Beschwerde gegen den vor drei Wochen verkündeten Beschluss des Landgerichts, das Hauptverfahren nicht zu eröffnen. Danach werden die Akten zur Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf gebracht, die erneut prüft und die Beschwerde dann zurückzieht, oder, was nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Duisburg wahrscheinlicher ist, ihr beitritt.

Zuletzt – nach allgemeiner Einschätzung kaum vor 2017 – werden die Akten zum Oberlandesgericht Düsseldorf transportiert, das endgültig über die Eröffnung oder Nichteröffnung des Loveparade-Verfahrens entscheiden muss und zu diesem Zwecke das Beweismaterial ebenfalls wird prüfen müssen.

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