Kommunalwahl

Überhangmandate: Fraktionsstatus für FDP und JuDu

Politik mit Anarchie und Humor: Als Spitzenkandidat von „Die Partei“ hat Matthias Eidens den Einzug in den Rat geschafft.

Politik mit Anarchie und Humor: Als Spitzenkandidat von „Die Partei“ hat Matthias Eidens den Einzug in den Rat geschafft.

Foto: Foto; Michael Dahlke / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die kleinen Fraktionen und Gruppierungen in Duisburg haben ihre Wahlziele weitgehend verfehlt. Überraschung: „Die Partei“ holt einen Sitz im Rat.

Nur ein Anwachsen des Rates auf 102 Sitze durch zahlreiche Überhangmandate rettet die Wahlziele der kleinen Fraktionen und Gruppierungen im Rat. Trotz des Verlustes von nur einem Prozent der Stimmen (5,6 %) bleibt es so bei sechs Sitzen für die Linken.

Linke: Edis und Laakmann bleiben auch im neuen Rat

Mirze Edis und Barbara Laakmann hätten eigentlich dem neuen Rat nicht mehr angehört, sie rutschten aber durch die Ausgleichsmandaten am späten Sonntagabend wieder hinein. „Wir haben versucht, die Menschen mit sozialen Themen zu erreichen. Das ist uns nicht gelungen in den Stadtbezirken mit sehr schwacher Wahlbeteiligung“, bedauert die Fraktionsvorsitzende Martina Ammann-Hilberath. „Entsetzt“, sei die Linke über das starke Ergebnis der AfD: „Viele Menschen haben offenbar resigniert, wir können sie nicht mehr erreichen, auch nicht mit kommunalen Themen.“

Kira Schulze Lohoff als dritte Liberale im Stadtparlament

Über ein halbes Prozent Stimmgewinne (3,1 %) hielt sich auch die Freude der FDP zunächst in Grenzen, auch sie durfte spät über einen zusätzlichen Platz für Kira Schulze Lohoff jubeln.„Das Ergebnis ist unterhalb unserer Erwartungen, aber unser Potenzial in Duisburg ist damit offenbar ausgereizt“, so der Kreisvorsitzende Wilhelm Bies, der ebenso wie sein Stellvertreter Oliver Alefs in den Rat einziehen wird.

Später Jubel über drittes Mandat auch bei JuDu

„Die Stimmung ist gut“, beschreibt Dr. Stephan Wedding die Gemütslage bei Junges Duisburg (JuDu) am Wahlabend. Das Ziel, aus eigener Kraft den Fraktionsstatus zu schaffen, schafft die Partei durch ein Überhangmandat. 2,9 %, fast ein Prozent mehr als 2014, reichen für drei Sitze, die Wedding, Oliver Beltermann und Frederik Engeln besetzen werden.

Für den Fraktionsstatus muss JuDu nun nicht mehr mit der DAL kooperieren (1,2 Prozent, 1 Sitz für Ayhan Yildirim). Die Alternative Liste könnte die Zusammenarbeit mit anderen Wählerbündnissen im Rat wie der SGU (0,98 %, ein Sitz für Karlheinz Hagenbuck) und WGD (Wir gestalten Duisburg, ein Sitz für Önder Levent).

„Die Partei“ und Tierschutz neu auf der kommunalpolitischen Bühne

Freuen darf sich allerdings „Die Partei“ – 1,1 Prozent der Stimmen bringen den Spitzenkandidaten Matthias Eidens ein Ratsmandat, Überhangmandate bescherten auch der Tierschutzpartei (1,86%) erstmals zwei Sitze für Jessica Westerteicher und Ben Hammouda Touaiba.

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