Gericht

Liebe machte Duisburgerin (29) zur Marihuana-Pflanzerin

Marihuana-Pflanzen in einem Polizeifahrzeug. Ähnliche Bilder gab es wohl auch nach der Entdeckung der Entdeckung einer Plantage in Huckingen, die ein Duisburger Paar nun vor das Landgericht brachte.

Marihuana-Pflanzen in einem Polizeifahrzeug. Ähnliche Bilder gab es wohl auch nach der Entdeckung der Entdeckung einer Plantage in Huckingen, die ein Duisburger Paar nun vor das Landgericht brachte.

Foto: Foto: D. Schwarz

Duisburg.  Gemeinsam soll ein Paar aus dem Duisburger Süden eine Drogen-Plantage betrieben haben. Nun stehen der 27-Jährige und seine Freundin vor Gericht.

Wegen Drogenhandels steht ein Paar (29 und 27) aus dem Duisburger Süden vor dem Landgericht am König-Heinrich-Platz. Gemeinsam soll es seit Ende 2018 eine Indoor-Marihuana-Plantage in Huckingen betrieben haben. Der 27-Jährige soll darüber hinaus bereits seit 2016 mit größeren Mengen Rauschgift gehandelt haben.

Die Anklage geht davon aus, dass die beiden Angeklagten im Dezember 2018 eine Wohnung in Huckingen anmieteten, um dort eine Plantage einzurichten. Die Angeklagte kümmerte sich um den Abschluss eines Vertrages mit einem Stromanbieter. Ihr Freund soll die Plantage angelegt, sie sich um das pünktliche Gießen gekümmert haben.

Polizei fand 18 Pflanzen und jede Menge Rauschgift

Als die Polizei die Wohnung am 27. Februar durchsuchte, fand sie 18 Pflanzen, die noch nicht abgeerntet waren. Sie trugen mehr als 1,5 Kilo konsumfähiges Material. In der Wohnung in Huckingen und in der echten Behausung des Paares in Buchholz stießen die Ermittler auf mehrere Kilo weiterer Drogen. Der Angeklagte soll bereits seit 2016 schwunghaften Handel damit getrieben haben. Regelmäßig soll er ein Dutzend Abnehmer mit Lieferungen von jeweils 100 bis 300 Gramm versorgt haben.

Die 29-Jährige gab bereits zu Prozessbeginn zu, ihn gelegentlich bei den Drogengeschäften unterstützt zu haben. Es sei ein Liebesdienst gewesen. Persönliche Vorteile habe sie davon nicht gehabt. Insgesamt räumte sie einen eher bescheidenen Tatbeitrag ein, für den der bislang unbescholtenen Mitarbeiterin eines Bäckerei-Unternehmens nun wohl nur noch eine Bewährungsstrafe droht. Nach sieben Monaten Untersuchungshaft wurde die Frau auf freien Fuß gesetzt.

Auch der Verteidiger des 27-Jährigen kündigte für den nächsten Sitzungstag ein weitgehendes Geständnis seines Mandanten an. Allerdings wird der um eine mehrjährige Haftstrafe trotzdem kaum herum kommen. Bis Ende Oktober sind drei weitere Sitzungstage geplant.

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