Freizeit

Letzte Untersuchungen für XXL-Bad in Duisburg stehen aus

Eine Mischung aus Spaßbad mit umfangreicher Rutschenanlage sowie normaler Schwimmhalle für Schul-, Vereins- und Bürgersport soll das XXL-Bad in Hüttenheim werden.

Eine Mischung aus Spaßbad mit umfangreicher Rutschenanlage sowie normaler Schwimmhalle für Schul-, Vereins- und Bürgersport soll das XXL-Bad in Hüttenheim werden.

Foto: Lars Heidrich

Duisburg.   In den Verhandlungen der Vorwochen wurden laut Duisburg-Sport „wesentliche Fortschritte“ für ein XXL-Bad erzielt. Ein Gutachten fehlt noch.

Die Zielmarke Sommer 2016, die sich Stadt und Investor Sven Pirdzun für den Durchbruch bei den Verhandlungen über den Bau des XXL-Bades im Duisburger Süden gesetzt hatten, ist nicht mehr zu halten. Letzte gutachterliche Untersuchungen stehen noch aus. In weiteren Verhandlungsrunden habe man aber in den vergangenen Wochen wesentliche Fortschritte erzielt, betont Jürgen Dietz, der Betriebsleiter von Duisburg-Sport und städtischer Verhandlungsführer: „Das Ziel bleibt: Wasser, in dem man schwimmen kann.“

Zur Erinnerung: Pirdzun, der auch das benachbarte XXL-Sportcenter in Hüttenheim betreibt, will eine städtische Fläche erwerben, um dort eine Schwimmhalle mit zwei getrennten 25-Meter-Becken zu errichten. Außerdem plant er eine zweite 50 x 40 Meter große Halle, in der zehn bis zu 13 Meter hohe Rutschen mit bis zu 140 Meter langen Röhren stehen sollen. Sie soll Besucher weit über die Stadtgrenzen hinaus anziehen.

Bauen und betreiben will Pirdzun das Bad mit einem in diesem Metier erfahrenen Partner. In der Schwimmhalle der privat betriebenen Anlage will die Stadt ihrerseits Zeiten für Schul- und Vereinssport sowie für das Bürgerschwimmen anmieten.

Seit der Rat dem Vorhaben im Grundsatz bereits im Februar 2015 zugestimmt hat, wird verhandelt über Betreiberkonzepte und vertragliche Vereinbarungen, bei der die Stadt auch eine Absicherung für den Insolvenzfall im Blick hat. Weil im Gegenzug die beiden Alt-Hallenbäder in Wanheim/Buchholz (Düsseldorfer Straße) und Großenbaum aufgegeben werden sollen, könnte der Süden ohne Bad dastehen.

Höheres Verkehrsaufkommen

Indem nun Bauleitplanverfahren und Verhandlungen parallel betrieben werden, versuche man den Vertragsabschluss zu beschleunigen, betont Dietz. Beibringen muss der Investor noch ein Gutachten nach Störfallverordnung. Zu betrachten ist dabei, welche Auswirkung ein Unfall bei den Hüttenwerken Krupp-Mannesmann (HKM) auf die Badegäste haben kann.

Dass es nebenan bereits ein Sportcenter gibt, spielt dabei keine Rolle. Ein Neubau ist laut Gesetz gesondert zu betrachten. Eine ähnliche Konstellation verhinderte die Ansiedlung des Factory-Outlets (FOC) im Bezirk Hamborn gegenüber von Grillo. „Ich sehe das allerdings entspannt“, sagt Dietz. Geplant sei eine geschlossene Rutschenhalle. Auch die Röhren, die teilweise außerhalb des Baukörpers geführt werden, seien geschlossen.

Problematischer ist da schon der Verkehr, für den ein weiteres Gutachten erforderlich ist. Um die Straße „Am neuen Angerbach“, den Zugang zum Ortsteil Ungelsheim, gab es zuletzt immer wieder Ärger, auch die Kreuzung mit der Mündelheimer Straße muss möglicherweise ausgebaut werden, um weiteren Verkehr in und aus Richtung Ungelsheim aufzunehmen. „Dass muss akribisch betrachtet werden“, sagt der Sport-Betriebsleiter.

Das ändere aber nichts an der gemeinsamen Haltung, „das Projekt positiv voranzubringen“. In der ersten Ratssitzung nach den Ferien, spätestens aber im kommenden November, wolle man dem Rat Ergebnisse präsentieren – möglicherweise auch den Namen des Partners, mit dem Pirdzun das Projekt angehen will. Die einst genannte Sport-Stadia-Net (SSN) sei nicht mehr mit im Boot, bestätigt Dietz.

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