Quartiersplatz

Lerncontainer kommen auf den Quartiersplatz in Marxloh

Ein Teil des Campus der Herbert-Grillo-Gesamtschule. Die Schule braucht mehr Klassenzimmer.

Ein Teil des Campus der Herbert-Grillo-Gesamtschule. Die Schule braucht mehr Klassenzimmer.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Marxloh.   Der Quartiersplatz in Duisburg-Marxloh, der mit Fördergeld gestaltet worden ist, soll jetzt auf Jahre für Unterrichtscontainer genutzt werden.

Ausgerechnet auf dem mit öffentlichen Fördergeldern zum Quartiersplatz hergerichteten Platz An der Paulskirche sollen die Erweiterungs-Container für die Herbert-Grillo-Gesamtschule aufgestellt werden. Das war im Stadtteilausschuss bekannt geworden und die Parteien in der Bezirksvertretung forderten von der Stadtverwaltung jetzt dazu Hintergründe.

Wieso die umstrittenen Schulcontainer an der Schule im Park unbedingt auf den Schulhof mussten, dort jedoch nicht, wollten die Parteien wissen. Warum auf dem Schulgelände der Gesamtschule dafür kein Platz sei, wo es dort doch eine Erweiterungsfläche gebe, lautete eine weitere Frage. Wie viel von der Fläche des Quartiersplatzes dadurch für die nächsten Jahre fortfallen wird, wie das Gelände gesichert werden soll und ob die gezahlten Fördergelder deswegen nicht zurückgezahlt werden müssen, fragten die Politiker.

Situation nicht mit der Schule am Park zu vergleichen

Reinhard Wolf vom Schulamt erklärte dazu, die Situation sei nicht mit der Schule am Park zu vergleichen. Grundschüler dürften ihre Schule während der Schulzeit nicht verlassen, Oberstufenschüler der Gesamtschule sehr wohl. Schon wegen der Baustelle für den Campus Marxloh, also den Ausbau der Schule zur überschulischen Bildungseinrichtung, seien Container dort nicht vertretbar. „Es fehlt dort auch an der nötigen Ebenerdigkeit“, so Wolf. Der Quartiersplatz liege zudem außerhalb des Gefahrenbereichs einer Leitung mit giftigem Kohlenmonoxid von Thyssenkrupp und müsse dafür außerdem baulich nicht verändert werden. Allerdings würden die sechs Container 440 Quadratmeter darauf einnehmen und dies ziemlich in der Mitte.

Weil diesmal die städtische Wohnungsgesellschaft Gebag sie beschafft, nicht das städtische Immobilienmanagement, rechnet die Verwaltung nicht mehr mit einer so erheblichen Verzögerung wie bei der Schule am Park.

Stellplätze werden im Umfeld der Schule benötigt

Die Katholische Kirche habe dem mündlich zugestimmt. Die 20-jährige Zweckbindung für den Platz verschiebe sich einfach um die Zeit der Container darauf nach hinten. „Das ist keine optimale Lösung“, erklärte dazu Ratsherr Manfred Slykers (SPD). Der Platz sei dadurch jahrelang fast in Gänze nicht mehr nutzbar. Slykers wollte wissen, wieso eine angrenzende Parkplatzfläche dafür nicht ausgewählt wurde.

Darauf ein Vertreter des Planungsamtes: Der Parkplatz sei eine Privatfläche, die zudem für den dortigen Stellplatznachweis diene.

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