Duisburg

Landtagswahl: Keine Maskenpflicht, aber Hygienekoordinatoren

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In Duisburg gibt es bei der Landtagswahl drei Wahlkreise, 323 Stimmbezirke, etwa 317.000 Wahlberechtigte und 4500 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer.

In Duisburg gibt es bei der Landtagswahl drei Wahlkreise, 323 Stimmbezirke, etwa 317.000 Wahlberechtigte und 4500 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Duisburg setzt bei der Landtagswahl – NRW-weit „einmalig“ – Hygienekoordinatoren ein und startet eine Schulungsoffensive für die Wahlhelfer.

Das Duisburger Wahlteam macht bei der Organisation der Landtagswahl einiges anders als bei vergangenen Wahlen und anders auch als andere Städte: NRW-weit „einmalig“ sei etwa der Einsatz von „Hygienekoordinatoren“ am 15. Mai. Über die Vorbereitungen informierten jetzt Kreiswahlleiter Martin Murrack und Projektleiter Andreas Weinand.

In den Wahllokalen gilt, anders als noch bei der Bundestagswahl, NRW-weit keine Maskenpflicht. Murrack appelliert, am Wahlsonntag dennoch „zur Sicherheit aller freiwillig mit Maske zu kommen“ und aus Hygienegründen eigene Stifte mitzubringen. Die etwa 600 Hygienekoordinatoren sollen vor Ort zum Beispiel auf Abstände achten und die von der Stadt gestellten Stifte desinfizieren.

Landtagswahl in Duisburg: 323 Stimmbezirke an 159 Standorten

Wegen der Corona-Gefahren für Ältere richtet die Stadt wie bei den Urnengängen 2020 und 2021 keine Wahllokale in Seniorenheimen ein. Einzige Ausnahme: das Christophoruswerk in Obermeiderich. Die Zahl der Stimmbezirke sei mit 323 unverändert geblieben. Aber nicht alle der 159 Standorte seien barrierefrei. Dies sei jeweils auf den Wahlbenachrichtigungen vermerkt, so Murrack. Die Stadt habe Rampen angeschafft, um gehbehinderten Wählern den Zugang zu ermöglichen.

Wahlleiter Murrack rechnet allerdings mit einem abermals erhöhten Anteil von Briefwählern. Darum seien im Wahlzentrum die Druck- und Kuvertierkapazitäten nochmals ausgebaut und die Abläufe weiter digitalisiert worden, so Projektleiter Weinand (zum Extra-Bericht zur Briefwahl in Duisburg).

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Dies ist ebenfalls eine Reaktion auf das Briefwahlchaos bei den Kommunalwahlen 2020. Im Zuge der Aufarbeitung organisatorischer Pannen hatte die Stadt auch Wahlhelferinnen und -helfer befragt. Ein Ergebnis sind intensivere Schulungen: 4200 Wahlhelfer kommen insgesamt zum Einsatz, die Stadt bietet 47 Präsenztermine für bis zu 2350 Helfer an und obendrein Webinare auf einer neuen Plattform. Und für die Infoseite duisburg.de/wahlhelfer „haben wir extra Schulungsfilme gedreht, zum Beispiel zur Auszählung“, berichtete Michael Vollmayer vom Organisationsteam.

Ein Ziel der Schulungsoffensive, so Weinand, sei ein reibungsloser Ablauf in den Lokalen und am Wahlabend eine zügige Übermittlung der Schnellmeldungen aus den 323 Stimmbezirken ins Wahlzentrum. Eine weitere Neuerung: Die Stadt hat die Wahlvorsteher und Schriftführer im Vorfeld bestimmt, damit diese gezielt geschult werden können und diese Abstimmung in den Wahllokalen am 15. Mai nicht mehr notwendig ist.

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