Ausstellung

Kunstmarkt in der Cubus-Halle in Duisburg kommt an Grenzen

Die Holzskulpturen von Mohamad Alnatour (Mitte, mit weiteren Teilnehmern) sind die größten Objekte des Kunstmarkts in der Cubus-Kunsthalle. 

Die Holzskulpturen von Mohamad Alnatour (Mitte, mit weiteren Teilnehmern) sind die größten Objekte des Kunstmarkts in der Cubus-Kunsthalle. 

Foto: Fabian Strauch

Mit 65 Teilnehmern ist die jährliche Verkaufsausstellung der Duisburger Künstler in der Kunsthalle im Kantpark mehr als gut besetzt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Kunstmarkt in der Cubus-Kunsthalle ist so umfangreich wie nie zuvor. Verständlich, dass Kunsthallen-Chefin Claudia Schäfer möglichst vielen Künstlern aus Duisburg und Umgebung die Möglichkeit geben möchte, ihre aktuellen Arbeiten einem breiten Publikum vorzustellen – und idealerweise zu verkaufen, wenn in der Weihnachtszeit Geschenke gesucht sind. Zudem die Preise von 50 bis 500 Euro erschwinglich sind (Ausreißer sind die großen Holzskulpturen von Mohamad Alnatour). Andererseits stößt der Markt mit 65 Künstlern an seine Grenzen, auch wenn überwiegend Kleinformate vertreten sind.

Wie immer, gibt der Kunstmarkt einen guten Überblick über das künstlerische Schaffen in Duisburg, den man in diesem Jahr noch erweitern kann mit einem Besuch der Ausstellung „Vor Ort 2018“ im benachbarten Lehmbruck-Museum. Nicht wenige Künstler sind an beiden Orten vertreten.

Skurrile Gefährte aus Ruhrort

Am Anfang steht ein Lächeln angesichts der skurrilen Gefährte von Arno Bortz aus Ruhrort, der zum ersten Mal dabei ist. Aus Elektrogeräten, Rädern und Schrott baut er zum Beispiel den „Düsomat“; die Hupe darf betätigt werden. Sehr viel zarter, aber ebenfalls mit Humor geht Petra Anders zu Werke, die etwa aus Ahornblättern Motive schneidet. „Neues aus dem Blätterwald“, heißt die Serie mit Motiven wie „Sägeblatt“ oder „Blattlaus“. Komisch-charmante Köpfe baut Regina Bartholme auf der Basis von Gießkannen oder Schüsseln, indem sie sie zerschneidet, neu zusammensetzt, mit Pappmaché überzieht und bemalt. Und die Routenplaner aus Stoff, in die Stacey Blatt etwa die schnellste Verbindungen von Hamborn zur Cubus-Kunsthalle genäht hat, vermitteln ebenso ein Augenzwinkern wie der Weihnachtsmann, den Roger Löcherbach mit der Kettensäge aus Holz geschnitten hat.

Es wird nachgelegt

Sehr ästhetisch sind die Foto-Malerei-Stillleben von Evangelos Koukouwitakis, die Wandarbeiten aus Wachs plus eingeschlossenen Materialien von Claudia Sper oder Günter Thorns „Galaxien“ aus industriellem Schmirgelpapier. Beeindruckend die Schwarz-Weiß-Fotografien der London-Serie von Walter Schernstein und die farbige, aufwendige Industriefotografie von Michael Sander.

Es gibt Landschaftsmalerei von Katrin Roth, Zeichnungen mit Duisburg-Ansichten aus dem Skizzenbuch von Thorsten Kasel, luftige Objekte von Elsa Lappat, Polaroids vom Meer von Elisabeth Höller, Druckgrafik in Meeresblau von Andrea Fehr, Strickobjekte von Yvonne Höfs und noch viel mehr. Verkauft wird „von der Wand weg“ – und dann nachgelegt.

>> Eröffnung Sonntag 16 Uhr

Im Anschluss an die Eröffnung des Kunstmarkts am Sonntag, 2. Dezember, um 16 Uhr durch Kulturdezernent Thomas Krützberg bitten die Duisburger Jazzsängerin Judy Rafat und Pianist Thomas Rückert zur „Swinging Weihnachtsgala“. Sie spielen Stücke der neuen CD „It’s Christmas Time Again“. Karten 16 Euro (Abendkasse).

Die Ausstellung hat bis zum 20. Januar jeweils von mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben