Kunst

Küppersmühle zeigt Jazzmusiker Till Brönner als Fotograf

Emil Schumachers großartige Malerei, von denen manche Motive an frühe Höhlenbilder erinnern, ist noch bis zum 10. März im Museum Küppersmühle zu sehen.

Emil Schumachers großartige Malerei, von denen manche Motive an frühe Höhlenbilder erinnern, ist noch bis zum 10. März im Museum Küppersmühle zu sehen.

Foto: Lukas Schulze

Duisburg.   Das Museum hat sein Programm mit Wechselausstellungen für 2019 unter den Vorbehalt der Eröffnung des Erweiterungsbaus gestellt. Bau ist im Plan.

Das Museum Küppersmühle steht vor einem einschneidenden Jahr. Noch 2019 soll der Erweiterungsbau des historischen Gebäudes im Innenhafen fertig werden. Zwar läuft bislang alles wie geplant, ob aber nach dem Abschluss der Bauarbeiten die Zeit bis zum Jahresende noch reicht, das Museum für die Eröffnung einzurichten, lassen die Verantwortlichen offen. Schließlich gilt es, 2500 Quadratmeter Ausstellungsfläche auf vier Etagen mit Kunst nach 1945 aus der Sammlung Ströher auszustatten.

Künstler der deutschen Nachkriegsabstraktion

So stand die Jahresplanung mit Wechselausstellungen unter Vorbehalt. Noch bis zum 10. März bleibt die Ausstellung „Inspiration und Widerstand“ mit rund 80 Werken von Emil Schumacher (1912-1999). Der Hagener zählt zu den wichtigsten Künstlern der deutschen Nachkriegsabstraktion, die einen radikalen Neuanfang in der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg wagten und mit einer neuen Bildsprache der Vergangenheit entgegentraten. Die Loslösung der Farbe von der Form, der Linie vom Motiv, das Spontane des Malaktes, das Verletzen des Malgrundes, das Vordringen der Malerei in die dritte Dimension und die Verwendung von weiteren Materialien wie Steinen, Asphalt oder Sisal kennzeichnen seine Kunst.

Anschließen wird sich die Ausstellung „Die vierte Kraft“ mit Arbeiten von Klaus Rinke. Der 1939 geborene Rinke, eine zentrale Figur der Düsseldorfer Kunstszene um Joseph Beuys und führende deutsche Konzept- und Körperkünstler, zeigt erstmals umfassend sein malerisches und zeichnerisches Werk. Zu sehen sind rund 240 höchst unterschiedliche Werke: Grafitbilder mit mehr als vier Metern Höhe stehen neben kleinformatigen Studien. Die Ausstellung ist Teil der Reihe Akademos, mit der das Museum seit 2002 die Professoren der Kunstakademie Düsseldorf würdigt. Klaus Rinke lehrte hier von 1974 bis 2004.

Ungewöhnliche Mission im Ruhrgebiet

Till Brönner, berühmt als Deutschlands Jazzmusiker Nr. 1, ist auf ungewöhnlicher Mission im Ruhrgebiet: Der 1971 geborene Musiker, seit 2009 auch als Fotograf aktiv, durchmisst die Region mit der Kamera. Vor allem die Gesichter des Schmelztiegels, die Industrie-Architektur und das Nebeneinander verschiedener Nationen und Kulturen interessieren ihn. Das Museum präsentiert die noch unveröffentlichten Fotografien der ersten musealen Einzelausstellung Brönners.

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