Festnahme

440 Fälle: Betrüger kauft Tickets mit fremden Kreditkarten

Ein 22-Jähriger soll in mindestens 440 Fällen Bahntickets mit fremden Kreditkarten gekauft und weiterverkauft haben.

Ein 22-Jähriger soll in mindestens 440 Fällen Bahntickets mit fremden Kreditkarten gekauft und weiterverkauft haben.

Foto: Ralf Rottmann

Duisburg.   Ein Mann (22), der mit fremden Kreditkarten Fahrkarten im Online-Portal der Bahn gekauft haben soll, wurde am Dienstag festgenommen.

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Der Staatsanwaltschaft und Beamten der Bundespolizei gelang es am Dienstagmorgen, 26. März, einen vermeintlichen Computerbetrüger (22) aus Duisburg festzunehmen. Der syrische Staatsangehörige ist dringend verdächtig, im Onlineportal der Deutschen Bahn AG Fahrkarten mit fremden Kreditkartendaten gekauft und weiterverkauft zu haben.

Richter ordnete Untersuchungshaft an

Wie Staatsanwaltschaft und Bundespolizei in einer gemeinsamen Erklärung mitteilen, kamen die Ermittler dem Beschuldigten auf die Schliche und nahmen ihn vorläufig fest. Am Mittwoch wurde der Mann am Amtsgericht Duisburg dem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft anordnete.

Die Ermittler waren dem jungen Mann schon seit längerem auf den Fersen. Durch akribische Ermittlungsarbeit konnten dem Haupt-Tatverdächtigen nun 440 Vergehen des gewerbsmäßigen Computerbetruges zugeordnet werden. Er steht außerdem im Verdacht, in mehr als weiteren 1000 Fällen entsprechende Betrügereien versucht zu haben.

Ermittlungen zu möglichen Mittätern dauern an

Rund die Hälfte der Käufer dieser Tickets konnte identifiziert werden. Einige von ihnen stehen im Verdacht, den 22-Jährigen zu betrügerischen Buchungen von Fahrkarten angestiftet und diese dann auch selbst genutzt zu haben.

Um 6.05 Uhr hatten am Dienstagmorgen die Staatsanwaltschaft sowie die Bundespolizei die Wohnung des Tatverdächtigen durchsucht. Dabei wurden Handys, Computer, Speichermedien und mehrere Dokumente als Beweismittel zur weiteren Auswertung von Tathergängen und Tatbeteiligungen sichergestellt. Zurzeit befindet sich der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen hinsichtlich weiterer Taten und möglicher Mittäter dauern an, teilten die Behörden mit.

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