Kultur

Konzert des Duisburger Klangkraft Orchesters beendet Akzente

Mit einem Konzert in der Gebläsehalle lässt das  Klangkraft Orchester

Mit einem Konzert in der Gebläsehalle lässt das Klangkraft Orchester

Duisburg.   Orchester präsentiert gemeinsam mit den Regisseuren Jennifer J. Whigham und Jens Kerbel das Akzente-Projekt „2018. The world dies screaming“

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Befinden wir uns tatsächlich bereits im Dritten Weltkrieg, wie der US-amerikanische Publizist Bill McKibben es im August vergangenen Jahres in einem Essay für das Magazin New Republic provokant formulierte? Gemeint hat er damit den Kampf gegen den Klimawandel. Doch ist es nicht vielmehr der Kampf der Menschheit gegen sich selbst? Attackiert nicht der Mensch seit Jahrhunderten, seit Jahrtausenden gar, den Planenten, auf dem er lebt?

Retten, was zu retten ist

Tiefgreifendes Umdenken ist nötig, um zu retten, was noch zu retten ist. Zu diesem anregen soll die Produktion „2018. The world dies screaming“ (Die Welt stirbt schreiend), die am Samstag, 17. März, um 19.30 Uhr in der Gebläsehalle des Landschaftsparks Nord Premiere feiert, und ebendort am Sonntag, 18. März, um 17 Uhr die 39. Duisburger Akzente ausklingen lässt.

Das ist wörtlich zu nehmen, denn die Protagonisten dieser Aufführung sind die rund 60 Musiker des Klangkraft Orchesters Duisburg, die gemeinsam mit ihrem neuen Dirigenten Henry Cheng sowie den Regisseuren Jennifer J. Whigham und Jens Kerbel – beide alte Akzente-Hasen – eine Collage aus Sprache, Videos und Musik erarbeitet haben.

Intelligente Verknüpfung

„Jeder soll seine eigene Handlungsweise mal überprüfen, sich selber Gedanken machen, wie es mit unserer Erde weitergehen kann“, formuliert Sarah Burs den Anspruch, den das Orchester mit seinem Auftritt verbindet. Die junge Cellistin gehört zu den sechs Musikern aus dem Klangkörper, die sich regelmäßig alle drei Wochen treffen, um neue Projekte zu planen. Wer das Klangkraft Orchester kennt, das früher unter dem Namen Jugendorchester Duisburg firmierte, weiß, was er bei diesem Akzente-Auftritt erwarten kann: eine zum Thema passende Auswahl von Texten und Bildern sowie eine intelligente Verknüpfung mit der entsprechenden Musik.

Krone der Schöpfung

So wird das Orchester in Bezug auf das Akzente-Thema „Nie wieder Krieg?“ und das eigene Projekt außer „Mars“ und „Venus“ aus der Orchestersuite „Die Planeten“ des englischen Komponisten Gustav Holst und Werken von Schostakowitsch auch die Filmmusik von Steven Spielbergs Science Fiction-Klassiker „Jurassic Park“ spielen. Auch Beethovens Schicksalssinfonie wird erklingen. „Wie werden aber nicht Beethovens 5. Sinfonie komplett spielen, sondern konzentrieren uns auf die kraftvollen Sätze eins und vier“, sagt Sarah Burs und verspricht, das dies „keine normales Konzert“ wird.

Die ausgesuchten Texte zum Thema Mensch und Natur, Umwelt und Zukunft, die auch die Frage beleuchten, was vom romantischen Idealbild des Menschen als Krone der Schöpfung übrig geblieben ist, sprechen die Schauspieler Philine Bührer, Sabine Osthoff und Manuel Sieg.

Premiere auch als neuer Dirigent

Seit November 2017 leitet Henry Cheng das Klangkraft Orchester. Er überzeugte die Musiker im Dirigentencasting. „Wir haben ihn basisdemokratisch gewählt“, betont Cellistin Sarah Burs. Henry Cheng ist in Taiwan geboren und in den USA aufgewachsen. Nach seinem Bachelorabschluss an der Eastman School of Music im Fach Klavier absolvierte er erfolgreich ein Masterstudium im Fach Dirigieren an der Georgia State University bei Professor Michael Palmer. Cheng, der in Berlin lebt, reist jede Woche zu den Proben mit dem Klangkraft Orchester an. Das Projekt „The world dies screaming“ ist für ihn auch die Premiere als Dirigent des Orchesters.

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