Soziokultur

Konzept steht für Soziokulturelles Zentrum „Stapeltor 6“

Christine Brücker, Christian Wagemann, Jan Tügel, Jonas Greschner und Stefan Schroer (von links) haben ihre Pläne vorgestellt.

Christine Brücker, Christian Wagemann, Jan Tügel, Jonas Greschner und Stefan Schroer (von links) haben ihre Pläne vorgestellt.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Die Akteure von „DU erhäl(st) Kultur“ haben die Umbaukosten für die Räume errechnet. Die Stadt müsste zum Start etwa 180.000 Euro beisteuern.

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Auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses steht das geplante Soziokulturelle Zentrum am Stapeltor nicht, aber die Macher von „DU erhäl(st) Kultur“ gehen davon aus, dass am Donnerstag, 6. Juni, im Rathaus die Weichen für das Projekt gestellt werden. Nachdem sie die Immobilie für das Zentrum am Stapeltor 6 gefunden hatten, war in der April-Sitzung des Ausschusses einstimmig beschlossen worden, dass die Verwaltung ein Konzept zum Start einer Erprobungsphase erarbeiten soll.

Und daran haben die Akteure aus der freien Szene mit Hochdruck mitgearbeitet. Unterstützt von Architekt Dieter Düster, „der das supertoll gerockt hat“, wie Stefan Schroer sagt. Er lobt aber auch die Mitarbeiter des Bauordnungsamtes, die „keine Kompromisse“ bei wichtigen Themen wie dem Brandschutz gemacht, aber „sehr lösungsorientiert“ mitgewirkt hätten.

Umbaukosten betragen insgesamt etwa 390.000 Euro

Das am Dienstag von Christine Brücker, Christian Wagemann, Jan Tügel, Jonas Greschner und Stefan Schroer vorgestellte Konzept rechnet vor, dass auf die Stadt während der einjährigen Erprobungsphase vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020 Umbaukosten von etwa 180.000 Euro zukommen würden. Die Herrichtung der 800 Quadratmeter großen Fläche koste – professionell errechnet von Architekt Düster – insgesamt 390.000 Euro. Davon abgezogen werden könnten die gespendeten Architekturleistungen (20.000 Euro), die Kostenübernahme von 30.000 Euro durch den Eigentümer (darunter der Einbau einer Fensterfront im 1. Obergeschoss), Eigenarbeitsleistungen von mindestens 70.000 Euro der Akteure sowie Kosten von 90.000 Euro, wenn mit der Stadt Absprachen in Einzelpunkten getroffen werden könnten. So sei die Schräge der Rampe für den einen behindertengerechten Zugang nur wenig steiler als gesetzlich vorgeschrieben und für fast alle Rollstuhlfahrer zu bewältigen – allen anderen werde natürlich geholfen.

Das Konzept sieht vor, dass in der ersten Umbau- und Nutzungsphase in den Räumen der ehemaligen Textilgroßhandlung Decher das Erdgeschoss („Stapel tief“) mit Bar, kleiner Bühne und Sitzmöbeln hergerichtet und ab September voll genutzt werden kann. Unter anderem sollen hier die Wünsche der Duisburger für die Nutzung des Soziokulturellen Zentrums gesammelt werden. Diskutiert werden müsse auch der weitere Umbau, die inhaltliche Erprobung und ein Konzept für einen noch zu gründenden Trägerverein.

Nach und nach von „Stapel tief“ bis „Stapel hoch“

Das Obergeschoss („Stapel hoch“) könne bis Februar fertig umgebaut und multifunktional nutzbar sein. Von Theaterbühne bis Gymnastikraum sei alles denkbar, so Christine Brückner, das komme ganz darauf an, was benötigt wird.

Am Ende dieses einjährigen Prozesses soll ein Soziokulturelles Zentrum stehen, das langfristig von der Stadt finanziert wird – ohne Unterstützung sei eine solche Einrichtung nicht zu betreiben. Und die Macher sind bereits dabei, Finanzmittel auch aus anderen Töpfen einzuwerben.

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