Kommunalwahl

Kommunalwahl: Das sagt die AfD zu ihrem Erfolg in Duisburg

Die AfD wird mit zehn Sitzen im Duisburger Stadtparlament vertreten sein, nachdem sie ihren Stimmenanteil fast verdreifacht hat.

Die AfD wird mit zehn Sitzen im Duisburger Stadtparlament vertreten sein, nachdem sie ihren Stimmenanteil fast verdreifacht hat.

Foto: Foto: Peter Steffen / dpa

Duisburg.  Die AfD darf sich in Duisburg neben den Grünen als Sieger der Kommunalwahl fühlen. Im neuen Rat bringt sie es auf zehn Sitze.

Die AfD ist neben den Grünen der Gewinner dieser Kommunalwahl. Die Rechtspopulisten konnten ihr Ergebnis im Vergleich zur Kommunalwahl 2014 (3,54 Prozent, drei Sitze) fast verdreifachen und kamen auf rund 9,3 Prozent der Stimmen. Sie werden mit zehn Sitzen im neuen Rat vertreten sein. Besonders stark schnitt die Partei in den Nordbezirken Walsum, Hamborn und Meiderich/Beeck ab.

Interne Streitigkeiten ohne Folgen für den Zuspruch der Wähler

Dass sich die AfD nach der Wahl 2014 binnen Wochen in internen Streitigkeiten aufgerieben hatte und politisch weitgehend wirkungslos geblieben war, spielte bei der Entscheidung ihrer Wähler offenbar ebensowenig eine Rolle wie die heftigen internen Querelen um den Kreisvorsitzenden Andreas Laasch und die Besetzung der Kandidatenliste im Vorfeld dieses Urnengangs (wir berichteten).

Parteisprecher Imamura: Haben nicht um Stimmen am rechten Rand geworben

Profitieren konnte die AfD offenbar von der erneut sehr schwachen Wahlbeteiligung und möglicherweise auch dem Fehlen der rechtsextremen Pro NRW, die bei der Kommunalwahl vor sechs Jahren 4,25 Prozent der Stimmen (4 Sitze) bekommen hatte. Sie war nicht erneut angetreten, ebensowenig die Republikaner zu denen zwei Mitglieder der Fraktion im Laufe dieser Ratsperiode gewechselt waren. Keine Rolle spielte die NPD (0,4 Prozent), die bisher mit einem Mandat im Rat vertreten war.

„Wir fühlen uns als Sieger der Wahl“, sagte Parteisprecher Alan Imamura. „Wir konnten mit dem Thema Sicherheit und dem Umgang mit den prekären Stadtbezirken punkten.“ Der Stimmenfang am rechten Rand sei nicht das Ziel gewesen, betonte Imamura. „Wir wollten mit bürgerlichen Themen bei den Wählern punkten.“

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