Kindergarten

Kita am Kalkweg gewinnt den „Labyrinthchen“-Preis

Mika, Kinderpflegerin Bianca Gahler, Mio, Kulturdezernent Thomas Krützberg, Birgit Feldmann von der Gesellschaft für das hochbegabte Kind, Oberbürgermeister Sören Link, Tara und Leiterin Barbara Kamzol (von links) freuen sich über die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung.

Mika, Kinderpflegerin Bianca Gahler, Mio, Kulturdezernent Thomas Krützberg, Birgit Feldmann von der Gesellschaft für das hochbegabte Kind, Oberbürgermeister Sören Link, Tara und Leiterin Barbara Kamzol (von links) freuen sich über die mit 500 Euro dotierte Auszeichnung.

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Die deutsche Gesellschaft für hochbegabte Kinder (DGhK) zeichnet die Duisburger Kita wegen ihrer vielfältigen Werkstätten und Methoden aus.

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Justus, Jonas und Sami sitzen im Labor ohne weißen Kittel, ohne Schutzbrille, ohne Professur – trotzdem fühlen sich die drei Maxi-Kinder wie Wissenschaftler, als sie per Schaltkreis einen Plastik-Propeller zum Fliegen bringen. Die 93 Kinder der städtischen Kita am Kalkweg erforschen und entdecken spielerisch ihr Interesse an Sprache, Kreativität und Wissen. Und die Erzieherinnen lassen sie. Dafür ist die Kindertageseinrichtung nun prämiert worden.

Kinder sollen aktiv sein

Jedes Jahr vergibt der Regionalverband Rhein-Ruhr der DGhK das „Labyrinthchen“. Eine mit 500 Euro dotierte Auszeichnung für Kitas, die besonders den Schwerpunkt auf Begabungs- und Begabtenförderung legen. Auch Oberbürgermeister Sören Link gratulierte zum Zertifikat: „Das ist wieder ein höheres pädagogisches Level, was das Team hier geschafft hat. Mit unseren Konzepten investieren wir nicht nur in Beton, sondern eben auch in Köpfe“, so der OB.

„Das Kind bestimmt das Thema“, fasst Kita-Leiterin Barbara Kamzol die pädagogische Schwerpunktarbeit zusammen. „Wenn das Kind die Themen selber setzt, hat es viel mehr Spaß am Lernen. Es weckt die Begeisterung“, sagt die 57-Jährige.

Inspiriert von Reggio-Pädagogik

Die vier Gruppen der Drei bis Sechsjährigen teilen sich eine Holzwerkstatt, ein Atelier, ein naturwissenschaftliches Labor und Zahlen- und Schreibwerkstätten. „Wir arbeiten Reggio-inspiriert“, so Kamzol. Das heißt, es gibt kaum vorgefertigte Spielsachen. „Bei Tischspielen oder Puzzle sind die Kinder zu inaktiv. Wir wollen, dass sie aktiv ihren Interessen nachgehen.“

An der Wand in der Holzwerkstatt hängen Sägen, Zangen und Schraubendreher, um aus alten Stuhlbeinen oder Spanplatten etwas Neues zu erschaffen. Mio sägt unter Aufsicht einer Kinderpflegerin höchst konzentriert und mit verkniffener Zunge im Mundwinkel an einer dünnen Holzplatte herum. Wenn der Junge damit fertig und zufrieden ist, kommt sein neues Spielzeug womöglich in den Spielschrank. Dort warten schon ein selbstgebastelter CD-Player oder auch eine Supermarkt-Kasse.

Kriterium: Arbeitsmaterial

„Fachräume und begabungsgerechtes Arbeitsmaterial sind ebenfalls Kriterien für unsere Entscheidungsfindung“, erklärt Birgit Feldmann vom DGhK.

„Jedes Kind hat seine Stärken und Begabungen, die wir fördern. Die Erzieher hier geben Anregungen, um aus einem Interesse ein Projekt zu machen oder um die Kinder zu unterstützen, Lösungen zu finden“, so die zufriedene Preisträgerin Barbara Kamzol.

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