Firmengründungen

Junge Duisburger Gründer gewinnen begehrtes Stipendium

Drei von vier Gründern: Till Hannes Hümbs, Niklas Heisterkamp und Jonas Hümbs (v. l.) von Cinehype.

Drei von vier Gründern: Till Hannes Hümbs, Niklas Heisterkamp und Jonas Hümbs (v. l.) von Cinehype.

Foto: Zoltan Leskovar

Duisburg.  Cinehype bekommt Geld und Rat vom Mediengründerzentrum. Duisburger Unternehmen produziert Filme für Firmenpräsentationen in sozialen Netzwerken.

„Bewegtbild-Content für Unternehmen, Marken und Agenturen“ produziert das junge Start-up Cinehype. 20 Jahre jung ist der Jüngste im Vierer-Team, 27 Jahre die Älteste, zusammen kommen sie auf keine hundert Jahre, aber jetzt gab’s schon eine Art Ritterschlag für die Gründer und ihre Neudorfer Firma: Mit einem der in der Branche begehrten Stipendien vom Mediengründerzentrum NRW erhalten sie Starthilfe im ersten Jahr ihrer Selbstständigkeit, erhalten über Bares und vor allem Beratung und Unterstützung durch erfahrene Medienprofis.

Das ist ein ganz gutes Sprungbrett. Da lernt man, wie man ein Unternehmen aufbaut“, freut sich Niklas Heisterkamp über das Stipendium, für das sich die drei jungen Männer und ihre Kollegin Trang Vo Thi im Dezember beworben haben.

Einen Businessplan mussten sie einreichen, in drei Minuten ohne technische Hilfsmittel ihr Vorhaben vorstellen und zehn Minuten einer Fachjury Rede und Antwort stehen. Noch am selben Tag gab’s die Zusage, und seitdem geht’s einmal die Woche zum Seminar nach Köln. Steuerrecht steht dort zum Einstieg auf dem Stundenplan. „Klingt erstmal trocken“, seufzt Heisterkamp: „Und ist es auch.“

Wichtig sei auch das Netzwerk des Mediengründerzentrums, zu dessen ehemaligen Stipendiaten auch eine Produktionsfirma gehört, die für Jan Böhmermann arbeitet.

Die Erfolgsquote der vom Mediengründerzentrum in der Vergangenheit betreuten Jung-Unternehmen sei hoch, sagt Heisterkamp: „90 Prozent gibt’s immer noch.“ Als erstes Duisburger Unternehmen habe man das Stipendium bekommen, und das ist auch noch verbunden mit einer Einladung, sich beim Filmfestival „Berlinale“ in der Bundeshauptstadt zu präsentieren. „So eine Ehre hat man selten“, sagt Till Hannes Hümbs.

Kennengelernt bei Studio 47

Kleine Filme, die in sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook zu sehen sind, sind das Metier von Cinehype. Kennengelernt haben sich die vier Jung-Unternehmer bei ihrer Tätigkeit für den Duisburger Lokalsender „Studio 47“, wo sie eine Ausbildung als Mediensgestalter machten oder noch machen.

Und dann haben sie überlegt, privat Filme zu produzieren, mit Bands oder Künstlern, und dann kam das nötige Quäntchen Glück ins Spiel in Form eines größeren Kunden, der eine Preisverleihung samt feierlicher Gala dokumentiert haben wollte – und mit dem Ergebnis zufrieden war.

Das war 2016, und produziert wurde erst einmal im Schlafzimmer von Till Hannes Hümbs, das mit zwei Schreibtischen und Rechnern ausgestattet wurde: „Und dann haben wir einfach losgelegt.“ Und schließlich zum 1. Januar dieses Jahres eine GmbH gegründet.

„Wir wollen Filme schaffen, mit denen wir uns identifizieren können“, nennt Till Hannes Hümbs ein Grundprinzip der Firmengründung. Ihren Markt sehen die vier jungen Medienmacher in Produktionen für Firmen, die sich damit in Social Media-Kanälen präsentieren können. Der Duisburger Markt sei noch nicht gesättigt mit solchen Angeboten von „kreativem Content“, von 20-Sekunden-Clips durchaus spektakulärer Art.

Till Hannes Hümbs: „Das ist unsere Nische.“ Es gehe jetzt vor allem darum. bekannt zu werden: „Der Bedarf für solche Videos ist da. Wir haben uns ganz bewusst für Duisburg entschieden“, sagen die vier Gründer auch: „Wir glauben, dass da in Zukunft noch einiges geht.“

Und einen weiteren namhaften Kunden gibt es auch schon für Cinehype, inzwischen übrigens in eigenen Geschäftsräumen mit Schnittplätzen und Produktionsbüro in Neudorf tätig. Für einen bekannten Hersteller von Erfrischungsgetränken produziert das Clip-Quartett kurze Filmchen, in denen Extremsportler die Hauptrolle spielen. Ziel ist es, viele kleine Werke zu einer Kampagne über anderthalb Jahre beizusteuern.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben