AuSbildungstour

Jugendliche gehen im Oldtimerbus auf Lehrstellensuche

Schüler von Duisburger Schulen beteiligten sich an mehren Ausbildungstouren von Agentur für Arbeit und Jobcenter. Diese Gruppe besuchte die Firma Korrosionsschutz- und Malerbetriebe Gerhard Schmitz an der Sympherstraße in Meiderich und Elektro Venn in Neumühl.

Foto: Stephan Eickershoff

Schüler von Duisburger Schulen beteiligten sich an mehren Ausbildungstouren von Agentur für Arbeit und Jobcenter. Diese Gruppe besuchte die Firma Korrosionsschutz- und Malerbetriebe Gerhard Schmitz an der Sympherstraße in Meiderich und Elektro Venn in Neumühl. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Dreimal so alt wie die meisten Jugendlichen ist der Bus, mit dem Arbeitsagentur und Jobcenter sie zu einer Tour durch Ausbildungsbetriebe fuhren.

Als der Motor des 60 Jahre alten Bus-Oldtimers auf dem Parkplatz der Agentur für Arbeit startet, ist die Anspannung bei den elf Jungs deutlich zu spüren. Die jungen Männer möchten im Rennen um einen Ausbildungsplatz zum Ziel kommen – und zwar am besten so schnell wie möglich. Um genau das zu ermöglichen, hat die Bundesagentur für Arbeit zusammen mit dem Jobcenter zur Bustour „On the Road“ eingeladen.

Heute geht’s zum Korrosionsschutz- und Malerbetrieb Gerhard Schmitz nach Meiderich sowie zu Elektro Venn in Neumühl. „Beide haben noch Ausbildungsplätze für den Sommer zu vergeben“, erklärt Astrid Neese, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit in Duisburg. Sie stellt zusammen mit ihrem Jobcenter-Kollegen Werner Rous, Oberbürgermeister Sören Link und Berufsberatern der Agentur für Arbeit die Begleitcrew.

Für viele junge Menschen ist es wichtig, an solchen Aktionen teilzunehmen, sagt Neese. Zwar sei es für Auszubildende leichter geworden einen Platz zu bekommen, die Suche bleibe aber für viele weiterhin eine Herausforderung: „Weniger als jeder fünfte Betrieb in Duisburg bildet überhaupt aus.“

Dazu gehört Hans-Jörg Schmitz-Senge, Geschäftsführer des Meidericher Malerbetriebs Schmitz. An der Sympherstraße ist die erste Haltestelle. „Jeder, der bei uns anfängt und sich gut anstellt, hat später einen festen Job“, wirbt Hans-Jörg Schmitz-Senge für einen sicheren Arbeitsplatz: „Wir bilden nicht für andere aus.“ Seine Worte scheinen eine starke Wirkung zu zeigt: Einige Jungs lassen direkt ihre Bewerbungsmappe vor Ort.

Dazu gehört auch Berkan Düztas. „Vielleicht kann ich vorher in einem Praktikum meine Stärken unter Beweis stellen“, hofft der Schüler vom Robert-Bosch-Berufskolleg. „Ich würde mich sehr über einen Ausbildungsplatz freuen.“

Tipps vom Geschäftsführer

Danach gibt’s bei Elektro Venn Tipps für ein Vorstellungsgespräch. „Achtet auf selbstverständliche Dinge“, erklärt Geschäftsführer Thomas Hellmann. „Bei der Begrüßung solltet ihr Aufstehen und euch mit Vor- und Nachnamen vorstellen.“

Die Schüler sind von der Gesamtschule Duisburg-Mitte, Friedrich-Albert-Lange-Berufskolleg, Robert-Bosch-Berufskolleg und auf verschiedenen berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen. „Durch die einzelnen Berater an den Schulen wissen wir, woran die Ausbildungssuchenden interessiert sind“, sagt Hubert Kathage, Pressesprecher der Agentur für Arbeit.

Gut angekommen ist die Tour bei den Teilnehmern auf jeden Fall. Der 21-Jährige Steffen Peters bestätigt: „Die Besuche waren sehr hilfreich. Ich kann so etwas wirklich nur weiterempfehlen.“

Nicht nur für Maler und Elektriker gab’s Erkundungen – zwei weitere Touren führten zu medizinischen Unternehmen sowie in den Hotel- und Gastronomiebetrieb. „Hier sieht das Verhältnis von Mann und Frau schon ganz anders aus“, sagt Neese. „Für die Ausbildung zu medizinischen Fachangestellten gibt es fast nur Interessentinnen.“

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