Soziales

Jedes dritte Kind in Duisburg lebt in Hartz-IV-Familie

In ganz Deutschland und auch in Duisburg leben mehr Kinder an der Armutsgrenze.

Foto: Christian Charisius

In ganz Deutschland und auch in Duisburg leben mehr Kinder an der Armutsgrenze. Foto: Christian Charisius

Duisburg.   Mittlerweile wächst jedes dritte Kind in Duisburg in einer Familie auf, die von der „Stütze“ lebt. Hier gibt es vor allem viele Großfamilien.

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Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in Duisburg unter Hartz IV aufwachsen, hat in den vergangenen fünf Jahren stark zugenommen. Das geht aus einer aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit hervor. Von 2011 bis 2016 gibt es demnach in Duisburg einen Zuwachs um 19,7 Prozent. Damit wächst mittlerweile jedes dritte Kind in Familien auf, die „Stütze“ beziehen.

So lebten Ende 2011 noch 21 624 Minderjährige in Hartz-IV-Haushalten, fünf Jahre später sind es bereits rund 25 876. Insgesamt leben in Duisburg 85 468 Minderjährige. NRW-weit betrachtet zählt Duisburg zu den Städten und Kreisen, in denen die Zahl der bedürftigen Kinder im vergangenen Jahr am stärksten gestiegen ist – um 8,8 Prozent. Ein Merkmal in Duisburg: Hier gibt es besonders viele Großfamilien (11 000) mit mehr als drei Kindern, die an der Armutsgrenze leben.

Lage ausländischer Kinder hat sich verschlechtert

Grund für den drastischen Anstieg scheint die Flüchtlings- und Zuwanderungswelle der vergangenen Jahre zu sein. Auffällig ist nämlich, dass sich gerade die wirtschaftliche Situation ausländischer Kinder und Jugendlicher, die von Hartz IV leben, verschlechtert hat: Hier stieg die Anzahl um 42,8 Prozent binnen eines Jahres und um 84,8 Prozent seit 2011.

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