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Jahresbilanz: Corona hat die DVG in Duisburg hart getroffen

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Trotz Corona-Krise und weniger Fahrgästen haben die Bahnen und Busse der DVG 2020 nach Angaben des Duisburger Verkehrsunternehmens mehr als 14,3 Millionen Kilometer zurückgelegt – eine Steigerung von rund 700.000 Kilometern gegenüber dem Vorjahr.

Trotz Corona-Krise und weniger Fahrgästen haben die Bahnen und Busse der DVG 2020 nach Angaben des Duisburger Verkehrsunternehmens mehr als 14,3 Millionen Kilometer zurückgelegt – eine Steigerung von rund 700.000 Kilometern gegenüber dem Vorjahr.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Fast acht Millionen weniger Fahrgäste und ein Einbruch bei den Einnahmen: Die Corona-Pandemie hat die DVG in Duisburg hart getroffen.

Im Corona-Jahr 2020 haben mit 52,8 Millionen Fahrgästen fast 8 Millionen Menschen weniger die Angebote der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) genutzt als noch im Jahr zuvor. Nach Angaben der DVG bedeuten Millionen Fahrgäste weniger zugleich auch erhebliche Mindereinnahmen durch weniger Ticketverkäufe. In Zeiten der Lockdowns seien die Verkäufe der Einzeltickets um bis zu 90 Prozent eingebrochen. Dies schlage sich in der Jahresbilanz in den Verkehrseinnahmen deutlich nieder.

Verzeichnete die DVG im Jahr 2019 noch Verkehrseinnahmen in Höhe von 62,2 Millionen Euro, waren es 2020 nur noch 49,7 Millionen Euro. Weil das Unternehmen aber über das gesamte Jahr fast das vollständige Fahrplanangebot auf die Straße und die Schiene brachte, blieben die Kosten demnach nahezu gleich. Aufgrund verstärkter Hygienemaßnahmen seien sie sogar leicht angestiegen. Im Gesamtergebnis führe dies zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 63,9 Millionen Euro.

„Die Corona-Pandemie hat die DVG hart getroffen“

„Die Corona-Pandemie hat die DVG hart getroffen und bedeutet eine erhebliche wirtschaftliche Belastung“, sagt Marcus Wittig, Vorstandsvorsitzender der DVG. „Wir gehen davon aus, dass sich die Pandemie mit Blick auf die Fahrgastzahlen und Einnahmen bis ins Jahr 2025 auswirken wird und wir erst dann eine vollständige Erholung verzeichnen können.“

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Die Stadt Duisburg als Aufgabenträgerin habe sich aber in der Corona-Krise bewusst dazu entschieden, das Angebot nicht zurückzufahren und zu investieren. So seien 2020 mehr als 14,3 Millionen Kilometer zusammengekommen, die die Busse und Bahnen der DVG zurückgelegt haben – eine Steigerung von rund 700.000 Kilometern gegenüber dem Vorjahr. Grund dafür seien auch Erweiterungen des Angebotes. Noch in diesem Jahr wollen DVG und Stadt weitere Anregungen der Fahrgäste umsetzen und zum Beispiel das Fahrplanangebot in Rheinhausen deutlich erweitern.

Neue Straßenbahnflotte für Duisburg

Zu den größten Investitionen zähle die Beschaffung einer komplett neuen Straßenbahnflotte. Zwei Vorserienfahrzeuge der insgesamt 47 neuen Straßenbahnen für die Linien 901 und 903 werden bereits in Duisburg umfassend getestet. Darüber hinaus sollen 18 neue Stadtbahnen für die Linie U79 in Kooperation mit der Rheinbahn beschafft werden. Insgesamt investiere die DVG in die neuen Straßen- und Stadtbahnen mehr als 200 Millionen Euro.

Darüber hinaus ist geplant, mit der Linie 934 zwischen dem Betriebshof „Am Unkelstein“ in Kaßlerfeld und der Haltestelle „Großenbaum Bahnhof Ost“ eine erste Buslinie vollständig zu elektrifizieren. Dafür werden sieben Elektrobusse beschafft und eine völlig neue Ladeinfrastruktur geschaffen.

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