Guinness-Rekord

Weltrekordversuch startet im Landschaftspark Nord

Die ersten Sand-Tonnen für die Rekord-Sandburg wurden am Dienstag aufgeschütttet.

Foto: Funke Foto Services

Die ersten Sand-Tonnen für die Rekord-Sandburg wurden am Dienstag aufgeschütttet. Foto: Funke Foto Services

Duisburg.  Über 15 Meter sind das Ziel: In Duisburg startete am Dienstag der Guinness-Rekordversuch für die größte Sandburg der Welt.

Sandburg, die Zweite: In drei Wochen soll der weltgrößte Sandkoloss mindestens 15 Meter hoch zwischen der eindrucksvollen Landschaftspark-Kulisse in den Meidericher Himmel ragen. Schauinsland-Reisen startet seinen zweiten Versuch fürs Guinness-Weltrekordbuch: „Diesmal wird Duisburg Weltmeister“, ist sich der oberste Profi-Sandburgenbauer Benno Lindel sicher.

Im vergangenen Jahr blieb es beim Titel „Sandburg der Herzen“, weil Verschalungsholz nach einem Einsturz den sicher geglaubten Guinness-Rekord vermasselte. Seit Dienstag läuft nun der zweite Anlauf.

3500 Tonnen Sand werden aus Bottrop geliefert

Lkw-Kipper aus Bottroper Sandgruben brachten Dienstagvormittag die ersten Tonnen des feinen Quarzsandes. 3500 Tonnen in 134 Wagenladungen werden es in den kommenden Tagen sein. Der 59-jährige Benno Lindel ist sich sicher: Diesmal wird der Riesen-Berg halten. Die Burgenbauer haben dazu gelernt: Mit 25 mal 25 Metern wird die Grundfläche der Sandburg größer und die Sandmischung ist „bindiger“. Da macht den Rekordjägern keine Angst, dass im Laufe des Jahres das Rekordmaß in Indien auf 14,84 Metern erhöht wurde.

Ein mildes Lächeln hat Lindel für die Konkurrenz aus dem indischen Subkontinent übrig: Dünenartig, mit einem Türmchen drauf, sei das Sandgebilde am Strand von Puri gewesen: „Wir bauen dagegen eine richtige Burg.“ Und die wird mit vielen Motiven aus der Schauinsland-Reisen-Welt verziert: Akropolis, ein thailändischer Buddha, die Rialto-Brücke aus Venedig, dazu eine Riesen-Rutsche und allerlei andere Motive aus beliebten Urlaubszielen des Duisburger Reiseveranstalters, der mit dem Sandspektakel an den Erfolg von 2016 anknüpfen will, als Duisburgs Sandburg auch in Korea oder Südafrika zu sehen war und der Landschaftspark 160 000 Besucher zählte.

Regen hilft den Burgenbauern anfangs sogar

Bis Mitte kommender Woche arbeiten die Burgenbauer mit schwerem Gerät. Der Sand wird in das hölzerne Verschalungsgerüst gepackt und um ein Drittel verdichtet. Papphart wird das feinkörnige Material dadurch. Wenn es dabei regnet wie am Dienstag, schadet das nicht: „Wir brauchen Wasser dazu“, erklärt Lindel.

Anschließend greifen die Sandschnitzer zu Spachtel, Kelle und Strohhalm: Die Feinarbeit beginnt, aus dem klotzigen Sandberg wird die verzierte Sandburg. Fast 20 „Carver“ aus zehn Ländern modellieren sich von oben nach unten. Am 1. September haben sich die Londoner Preisrichter vom Guinness-Buch mit Zollstock zur Abnahme angesagt.

Ab Samstag ist der Strand eröffnet

Am Samstag wird der Besucherstrand um die Sandburg eröffnet. Und am Sonntag können sich Strandkünstler im Miniatur-Sandburgen-Bau messen. Jeden Dienstag ist von 18 bis 20 Uhr Boccia-Treff.

Auch nach dem Rekord-Prüftag am 1. September bleibt die Sandburg stehen, geplant bis zum 24. September. Am Samstag, 9. September gibt’s eine Lichtnacht. Aktuelle Infos: www.diesandburg.de

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