Wasserversorgung

In Duisburg gibt es für Kita-Kinder Wasser aus der Flasche

Trinken verboten: In den städtischen Kitas in Duisburg dürfen die Kinder kein Wasser auf dem Hahn trinken.

Trinken verboten: In den städtischen Kitas in Duisburg dürfen die Kinder kein Wasser auf dem Hahn trinken.

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Duisburg.   In den städtischen Kitas in Duisburg dürfen die Kinder kein Leitungswasser mehr trinken. Die Einrichtungen müssen Wasserkästen bestellen.

Mal eben ein Glas Wasser aus der Leitung? Das, was viele Duisburger vielleicht im Büro oder auch zu Hause machen, ist in den städtischen Kitas nicht mehr erlaubt. Zwar bekommt das Stadtwerke-Trinkwasser immer wieder Bestnoten, aber nachdem im vergangenen Sommer in drei städtischen Kitas im Süden Legionellen in den Wasserleitungen gefunden wurden, gibt es eine Anordnung des Jugendamtes, dass in den städtischen Kindertagesstätten kein Trinkwasser mehr aus den Leitungen an die Kinder ausgegeben werden darf. Stattdessen müssen die Kita-Leitungen Wasser kaufen.

Diese Präventionsmaßnahme gelte unabhängig von der Hitze das ganze Jahr über, wie Gabi Priem, Pressesprecherin der Stadt erklärt. Die Einrichtungen sollen Wasserkästen bei Getränkelieferanten in Kita-Nähe bestellen – soviel sie benötigen. „Es gibt keine Budgetierung oder Begrenzung der Mengen. Die Entscheidung über Art und Menge der Wasserlieferung obliegt ausschließlich der Kita-Leitung. Die Kosten übernimmt das Jugendamt“, betont Gabi Priem.

Legionellen in Wasserleitung gefunden

Die durch das Jugendamt getroffene Anordnung bezieht sich ausschließlich auf die 80 städtischen Kitas. In diesen Einrichtungen werden rund 8200 Kinder betreut. Damit will die Stadt auf Nummer sicher gehen, nachdem im Oktober 2018 bekannt wurde, dass in der Kita Rotdornstraße in Großenbaum in der Wasserleitung Legionellen gefunden wurden. Die Stadt führt bei allen Jugendeinrichtungen jährlich eine Legionellenuntersuchung im Kaltwasser durch. Die Warmwasseruntersuchungen würden laut Gesetz durchgeführt.

Für die Kitas ist die Anordnung durchaus eine organisatorische Herausforderung. Gerade in diesen heißen Tagen gehen einige Flaschen drauf, wenn die Kinder toben. Sollte der Wasservorrat nicht rechtzeitig ausreichend wieder aufgefüllt sein, müssten die Mitarbeiter das Wasser abkochen und abkühlen lassen, bevor sie es zum Trinken weiterreichen. Der Schluck aus dem Wasserhahn bleibt für die Kinder Tabu.

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