Alkoholverbot

In der Duisburger City gilt ab sofort ein Alkoholverbot

So ein Bild soll es in der Duisburger Innenstadt erstmal nicht mehr geben: Alex (l) und Tobias trinken ein Bier in der Sonne.

So ein Bild soll es in der Duisburger Innenstadt erstmal nicht mehr geben: Alex (l) und Tobias trinken ein Bier in der Sonne.

Foto: dpa

Duisburg.  In der Duisburger Innenstadt gilt ein Alkoholverbot auf bestimmten Straßen und Plätzen. Unsere Karte zeigt, wo das Trinken verboten ist.

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Der Rat der Stadt hat beschlossen: Ab 16. Mai gilt ein Alkoholverbot für die Duisburger Innenstadt. Probeweise für ein halbes Jahr. Ausgenommen von dem Verbot sind Gaststätten sowie Großveranstaltungen wie das Weinfest. Wie erwartet hatten sich SPD und CDU für das Alkoholverbot ausgesprochen, die Grünen, die Linken und andere dagegen.

Kontroverse Diskussion im Rat

Herbert Mettler von der SPD erklärte dazu, dass das Alkoholverbot ein wichtiges Zeichen sei, "dass wir Sicherheit und Ordnung gewährleisten". Die Belästigungen würden überhand nehmen. Sein CDU-Kollege Rainer Enzweiler ergänzte, wenn Mütter mit Kindern belästigt würden, dann müsse gehandelt werden.

Eine "ordnungspolitische Kriminalisierung der Suchtkranken" beklagten die Grünen. Sie fordern sozialpolitische Konzepte. "Alkoholprobleme lassen sich nicht verbannen." Martina Ammann-Hilberath von den Linken schimpfte, dass das Verbot "blindwütiger Aktionismus" sei, juristisch bewege man sich auf "dünnem Eis". Ein runder Tisch, den Mettler gefordert hatte, um Hilfskonzepte zu entwickeln, soll schon in dieser Woche tagen, berichtet Beigeordneter Dr.Ralf Krumpholz. Die Wohlfahrtsverbände seien unterrichtet.

Idee zum Alkoholverbot stammt aus den Reihen der CDU

Die CDU hatte das Vorhaben angestoßen. Dann beschloss auch die SPD, das Vorhaben mittragen zu wollen. Ursprünglich hatten sich einzelne Ratsmitglieder im Sozialausschuss noch skeptisch und ablehnend gezeigt.

In der Stadt wurde das Vorhaben kontrovers diskutiert. Manche Einzelhändler hoffen auf mehr Ruhe und Sauberkeit, sie störte, dass mancher Trinker in die Hauseingänge uriniert. Sicherheitsdezernentin Daniela Lesmeister setzt auf ein höheres Sicherheitsgefühl der Duisburger. Sozialverbände indes sagen, dass ein Verbot nur eine Verdrängung bedeute und nicht die eigentlichen Probleme löse.

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