Kommentar

Image: Duisburg braucht Möglichmacher und keine Verwalter

Am Dienstag fand die letzte Ideenwerkstatt im Bezirk Mitte statt.

Am Dienstag fand die letzte Ideenwerkstatt im Bezirk Mitte statt.

Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Die Stadt fragt in Ideenwerkstätten, wie sich das Bild von Duisburg verbessern lässt. Dabei wird an anderer Stelle am Image gefeilt. Ein Kommentar.

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Die Stadt sucht ein neues Image und hat die Bürger nach ihren Ideen und Meinungen gefragt. An den sieben Ideenwerkstätten beteiligten sich im Schnitt je 100 Personen. Die meisten waren angetan, dass OB Link an ihrem Urteil interessiert ist und machten wirklich gute Vorschläge. Doch während sie noch darüber berieten und Pläne schmiedeten, wie der Ruf ihrer Heimatstadt zu verbessern wäre, gab’s parallel zahlreiche andere (Nicht-)Termine, die mindestens genauso viel Einfluss auf das Image haben.

Zu den positiven gehört sicherlich, dass im Norden ein neues Gewerbegebiet samt Freizeitfläche entwickelt werden soll. Auch der Rundgang durch den Kantpark, bei dem den Bürgern noch einmal vermittelt werden sollte, dass die Grünfläche grün bleibt und eine Chance für die Innenstadt bietet, verfehlte seine Wirkung nicht. Das Grummeln ist zwar nicht ganz verstummt, aber die meisten fanden die Ausführungen der Fachleute zumindest stichhaltig und nachvollziehbar. Magenschmerzen bleiben den meisten Engagierten für den Baumschutz ohnehin, seit sie von der Stadt in Sachen Mercatorstraße enttäuscht wurden.

Duisburg ist arm und unsexy

Ein Termin, der bei den Kreativen nicht gerade dafür gesorgt haben dürfte, sich mit Feuereifer weiter für Kultur in dieser Stadt stark zu machen, fand gar nicht statt. Die Idee, eine neue Jazzreihe in der Mercatorhalle aufzulegen, scheiterte bisher am Geld – wie so vieles. Duisburg, arm und unsexy.

Was diese Stadt braucht, sind Möglichmacher, keine Verwalter. Personen, die Lust haben, was zu rocken für Duisburg, und sich dafür einen Weg einfallen lassen, und nicht nur die Gründe und Regularien aufzählen, die Dinge scheitern lassen. Wenn es davon ein paar mehr in der Stadt und im Rathaus gäbe, könnte man sich Bürgerdialoge und Ideenwerkstätten sparen. Dann bewegt sich nämlich wirklich was.

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