Nahversorgung

Homberger SPD-Vorsitzender Özdemir kritisiert Edeka scharf

Mahmut Özdemir, Vorsitzender des SPD Ortsverbands Homberg-Ruhrort, fordert von Edeka Transparenz.

Mahmut Özdemir, Vorsitzender des SPD Ortsverbands Homberg-Ruhrort, fordert von Edeka Transparenz.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Duisburg-Homberg.  Edeka äußert sich nicht dazu, was nach der Schließung von Supermarkt Becker passiert. Der Homberger SPD-Politiker Özdemir fordert Transparenz.

Bislang steht noch nicht fest, was nach der Schließung von Edeka Becker mit dem Gebäude an der Halener Straße 25 passieren soll. Denn Edeka hat das Gebäude an der Halener Straße für drei weitere Jahre gepachtet – lediglich der Untermietvertrag mit dem Kaufmann Hans-Werner Becker läuft zum Ende des Jahres aus. Edeka Rhein-Ruhr mit Sitz in Moers äußerte sich auf Nachfrage nicht zu den Zukunftsplänen und gab als Grund noch laufende „Verhandlungen mit den Vermietern“ an.

Der Homberger SPD-Vorsitzende und Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir verurteilt ein solches Verhalten aufs Schärfste: „Es ist an Dummheit und Dreistigkeit nicht zu überbieten, wie Edeka sich verhält.“ Er fordert vom Unternehmen Transparenz über Verhandlungen, auch solche mit dem neuen Edeka-Markt in Hochheide. „Es schwingt dabei der Vorwurf mit, dass der Markt keine Konkurrenz bekommen soll.“

SPD-Vorsitzender setzt Edeka eine Frist

Özdemir ist bewusst, dass die Bürger sich weiterhin einen Lebensmittelnahversorger in den Haesen wünschen und setzt sich daher auch in Zukunft für einen solchen ein. „Die Politik war schon immer bereit, zwei Supermärkten eine Zukunft zu ermöglichen“, sagt er. Denn spätestens wenn die geplanten 50 Einfamilienhäuser und 50 sozialgeförderten Wohnungen auf dem ehemaligen Sportplatzgelände an der Halener Straße entstehen, benötigen die neuen Anwohner dringend eine Einkaufsmöglichkeit direkt vor Ort.

Özdemir stellt Edeka daher eine Frist: Bis Ende des Monats sei die SPD noch zu Gesprächen über eine „behutsame Vergrößerung“ der Verkaufsfläche und Schaffung von Parkplätzen bereit, wenn dort anschließend wieder Lebensmittel zu kaufen seien. „Edeka soll bleiben oder das Gebäude aufgeben“, betont er. Nehme das Unternehmen das Angebot nicht wahr, bemühe er sich um eine andere Lösung. Vorstellbar sei für ihn ein Neubau auf dem neuen Baugebiet direkt neben Edeka, wo dann auch ein Konkurrent zum Zuge kommen könnte.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben