Hofkultur

Hofkultur-Reihe in Duisburg-Ruhrort zum Thema Migration

Den ersten „HOFkultur“-Abend am kommenden Sonntag bestreiten (v.l.) Folkert Küpers, Barbara Wedekind, Eike und Detlef von Schmeling sowie Clemens Graefen.

Den ersten „HOFkultur“-Abend am kommenden Sonntag bestreiten (v.l.) Folkert Küpers, Barbara Wedekind, Eike und Detlef von Schmeling sowie Clemens Graefen.

Foto: Fritz Hemberger

Duisburg.  Das Kreativquartier in Duisburg-Ruhrort initiiert seit 2011 die Reihe „HOFkultur“. Diese drei Veranstaltungen im September gibt es diesmal.

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Seit 2011 lädt das Kreativquartier in Duisburg-Ruhrort mit der Reihe „HOFkultur“ zu Kulturveranstaltungen in Hinterhöfe ein. Die Macher wollen Kultur an Orte bringen, die entweder im öffentlichen Bewusstsein vergessen wurden oder normalerweise nicht für jedermann erreichbar sind. „Und von solchen Orten hat Ruhrort einige zu bieten“, hat Heiner Heseding, der Sprecher des Kreativquartiers, immer wieder betont. Nun, im September 2019, beschäftigt sich die „HOFkultur“ mit verschiedenen Aspekten der Migration unter dem Titel „Weggegangen, angekommen, geblieben“.

Gastfreundschaft und Fremdenhass

Das Ruhrgebiet ist eine Einwanderungsregion par excellence. Aus- und Einwanderung, Flucht und Vertreibung, Gastfreundschaft und Fremdenfeindlichkeit, Anwerbung und Ablehnung – diese Themen bewegen die Menschen hier seit Jahrhunderten und sie sind auch heute aktuell. Grund genug sich einmal künstlerisch mit einigen Facetten dieser Problematik zu beschäftigen. Die „HOFkultur 2019“ greift dies mit drei Veranstaltungen auf.

Los geht es am kommenden Sonntag, 15. September, um 18 Uhr im Hof in der Karlstraße 45 in Ruhrort. Dort lesen Barbara Wedekind und Folkert Küpers Texte zum Thema Migration. Clemens Graefen, Eike und Detlef von Schmeling steuern entsprechende Lieder bei. Der Abend steht unter dem Motto: „Mich samt meiner Wurzeln auszureißen und zu setzen in ein anderes Land“, einer Zeile aus einem Gedicht des österreichischen Dichters Theodor Kramer.

Platz eins beim Landeschorwettbewerb

Eine Woche später, am Sonntag, 22. September, tritt das Allerwelt-Ensemble „Duisburg und Freunde“ unter dem Motto „I wanna be the player of my live“ um 18 Uhr im Hof des Schifferkinderheims Nikolausburg an der Fürst-Bismarck- Straße. 42 auf. Das „Allerweltensemble Duisburg“ hat sich im Jahr 2016 im Rahmen eines Projekts des „Jungen Ensemble Ruhr“ gegründet und besteht derzeit aus etwa 20 überwiegend jungen Akteuren aus vier Kontinenten und erreichte vor zwei Jahren den ersten Platz im Landeschorwettbewerb NRW in der Kategorie Interkultur.

David Gómez Stiefenhöfer, Merino Peter Otto Gödderz, Franziska Mareike Federer, Lili Thomas, Lena Rothhaar und Kilian Hoffmeister beschließen mit Liedern aus dem Gepäck von Einwanderern am Sonntag, 29. September um 18 Uhr im Hof an der Dammstraße 12 (Zugang über Garagenhof Dammstraße 16) die diesjährige „HOFkultur“-Reihe. Der Titel des Liederabends lautet dann „Sehnsucht nach dem anderswo“.

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