Nahverkehr

Haltestelle „Im Schlenk“ in Duisburg ist endlich in Bau

Jahrelang kämpfte der Ortsverein Wanheimerort für den barrierefreien Umbau der U79-Station, jetzt laufen die Bauarbeiten.

Jahrelang kämpfte der Ortsverein Wanheimerort für den barrierefreien Umbau der U79-Station, jetzt laufen die Bauarbeiten.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Wanheimerort. Die Bauarbeiten zu der geplanten, barrierefreien U-79-Haltestelle „Im Schlenk“ nehmen im Juni weiter Fahrt auf – Stadtbahnnutzer können sich auf folgendes einstellen: Fünf Tage lang müssen sie auf Gelenkbusse des Schienenersatzverkehrs (SEV) ausweichen, anschließend fährt die Linie U-79 zwischen „Im Schlenk“ und „Kulturstraße“ eingleisig. „Dadurch, dass nur eine Haltestelle betroffen ist, wird es zu keinen Verzögerungen im Fahrplan kommen“, versichert Kathrin Naß, Sprecherin der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV). Ab Montag, 17. Juni, müssen die Bahnen an genannter Stelle gegebenenfalls aufeinander warten. Daten zu dem SEV: Dieser verkehrt ab Mittwoch, 12. Juni, bis Freitag, 14. Juni, zwischen den Haltestellen „Grunewald Betriebshof“ und „Wittlaer“ sowie von Samstag, 15. Juni, bis Sonntag, 16. Juni, zwischen den Haltestellen „Platanenhof“ und „Wittlaer“.

2018 begannen die Bauarbeiten

Die Bauarbeiten zur barrierefreien Haltestelle begannen Anfang 2018 – das ist für Erika Magar, Awo-Vorstandsmitglied in Duisburg, viel zu spät: „Aber besser als nie“, meint sie süffisant. Die langjährige Vorsitzende des Awo-Ortsvereins Wanheimerort kämpft seit mehr als zwei Jahrzehnten für den barrierefreien Umbau.

„1996 habe ich der DVG den ersten Brief mit der Forderung geschickt“, erinnert sich Magar. Seitdem habe sie jeden Tag darauf gewartet, dass es endlich losgeht. Sie könne die andauernden Verspätungen und Vertröstungen nicht nachvollziehen.

Neue Haltestelle bis November

Im vergangenen Jahr begann der Umbau mit dem Herrichten eines neuen Kanals. Da ein bereits vorhandener Kanal nicht mit Gleisanlagen überbaut werden darf, wurde dieser zunächst verlegt. Diese Arbeiten sind seit Sommer 2018 abgeschlossen. Anschließend musste der Kanal auch außerhalb der Baustelle saniert werden. Diese Arbeiten dauerten bis Ende 2018 an. Weitere Maßnahmen für die barrierefreie Haltestelle fanden mit Beginn diesen Jahres statt – der Straßenraum wurde verbreitert und die Bushaltestellen verlegt.

Ab Mitte Juni geht es nun an die Hauptarbeiten. Die neue Haltestelle entsteht nördlich der bisherigen. Deswegen kann in dieser Zeit die Stadtbahn wechselseitig nur ein Gleis benutzen. Bis Ende November soll der Umbau abgeschlossen sein. Anschließend werden die Seitenbahnsteige am alten Standort abgerissen und die Fahrspuren der Düsseldorfer Straße hergerichtet.

Ziel ist es, dass alle Arbeiten rund um die Haltestelle „Im Schlenk“ bis spätestens März 2020 fertig sind – „Das wird auch Zeit“, findet Erika Magar.

Kosten werden von der Stadt Duisburg und dem VRR getragen

Die Stadt und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr teilen sich die Kosten: Insgesamt 4,2 Millionen Euro kostet der Umbau zur barrierefreien Haltestelle „Im Schlenk“. Ende 2019, so sieht es der Plan vor, kann der Einstieg zur Straßenbahn stufenlos gelingen.

Pro Tag nutzen zwischen 3500 und 3800 Leute die Haltestelle in Wanheimerort. Die Awo findet seit langem, „dass Barrierefreiheit gerade hier sinnvoll ist, da das Seniorenzentrum und die Awo-Familienbildung, zu der Eltern mit kleinen Kindern kommen, hier ist.“

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