Straßenverkehrsamt

Grundstein gelegt – DIG: Darum wird neues Verkehrsamt teurer

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Oberbürgermeister Sören Link (l.) und Thomas Schlipköther von der Geschäftsführung der Duisburger Infrastrukturgesellschaft mbH (DIG) legen den Grundstein für das neue Straßenverkehrsamt in Neumühl.

Oberbürgermeister Sören Link (l.) und Thomas Schlipköther von der Geschäftsführung der Duisburger Infrastrukturgesellschaft mbH (DIG) legen den Grundstein für das neue Straßenverkehrsamt in Neumühl.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der Grundstein für das neue Straßenverkehrsamt in Duisburg ist gelegt. Die DIG sagt, warum der Neubau viel teurer als ursprünglich geplant wird.

Eine Tageszeitung und ein paar Münzen gehören zu den verschiedensten Mitbringseln, die bei Grundsteinlegungen gerne in die so genannte Zeitkapsel kommen. Das ist an diesem Freitagmittag nicht anders. Evelyn Buchner legt noch ein Fahrzeugscheinheft für Oldtimer in das Behältnis, das kurz darauf mit dem Grundstein für das neue Straßenverkehrsamt an der Theodor-Heuss-Straße in Duisburg-Neumühl eingemauert wird. Dafür sorgen unter den Augen der Leiterin der Behörde und zahlreichen weiteren Gästen Oberbürgermeister Sören Link und Thomas Schlipköther von der Geschäftsführung der Duisburger Infrastrukturgesellschaft mbH (DIG).

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Die DIG ist seit November 2021 offiziell mit der Durchführung der Baumaßnahme beauftragt, nachdem das Immobilien-Management Duisburg (IMD) bei den Planungen über Jahre nicht vorangekommen war. Der bisherige Standort des Straßenverkehrsamts an der Ludwig-Krohne-Straße in Duissern mit einem alten Gebäude genügt schon längst nicht mehr modernen Ansprüchen.

Grundstein für neues Straßenverkehrsamt in Duisburg gelegt: OB spricht von Meilenstein

Kein Wunder also, dass OB Link bei der Grundsteinlegung für den dreigeschossigem Neubau, in dem zur besonderen Freude von Evelyn Buchner auch die seit Oktober 2020 ausgegliederte Fahrerlaubnisbehörde wieder einen Platz finden wird, von einem wichtigen Meilenstein sprach. Gute, effiziente Arbeitsbedingungen seien in der Vergangenheit leider nicht vorhanden gewesen. Dies werde sich künftig endlich ändern. „Die Abläufe werden viel stringenter sein und die Bearbeitungszeiten entsprechend kürzer“, versprach Link.

Thomas Schlipköther betonte, dass der Neubau mit nun rund 16,8 Millionen Euro entgegen den ersten Kalkulationen des IMD von elf Millionen Euro zwar nun deutlich teurer werde. Er verwies aber darauf, dass sich bei der Überarbeitung des erstes Entwurfes ein rund 1.100 Quadratmeter größerer Flächenbedarf ergeben habe – unter anderem aufgrund möglicher künftiger Pandemie-Ereignisse. Unter Berücksichtigung der Mehrflächen, der Umsetzung neuer gesetzlicher Bestimmungen wie Investitionen in die Lüftungstechnik, Sicherheitseinrichtungen und neueste Auflagen aus der Energieeinsparordnung sowie der aktuell hohen Baupreise sei die Höhe des Investitionsvolumens mehr als vertretbar.

Begrüntes Dach mit Photovoltaikanlage

Schließlich werde das neue Gebäude, das alle Anforderungen an die Barrierefreiheit erfüllen soll, mit einer Bruttogeschossfläche von nun etwa 4.350 Quadratmetern zudem zum Teil über regenerative Energiequellen versorgt. So ist künftig auf einem begrünten Dach eine Photovoltaikanlage zu finden. Im Außenbereich soll es darüber hinaus Parkplätze für 137 Pkw – zum Teil mit Ladesäulen für E-Autos ausgestattet – und 75 Fahrräder geben.

Das neue Straßenverkehrsamt soll im dritten Quartal 2023 bezugsfertig sein soll. Trotz der aktuell angespannten Situation – unter anderem aufgrund von Lieferengpässen in Folge des Ukraine-Kriegs – gibt es laut Matthias Palapys von der DIG-Geschäftsführung derzeit keinen Grund, diesen Zeitplan in Frage zu stellen.

>> NEUES VERKEHRSAMT IN DUISBURG: GENERALUNTERNEHMER AUS GLADBECK

  • Generalunternehmer für den Neubau des Straßenverkehrsamts in Neumühl ist die Fenne Baugesellschaft mbH aus Gladbeck, die in Duisburg unter anderem auch für die Feuerwache 6 in Rheinhausen verantwortlich ist.
  • Den Zuschlag für die ausführende Planung hat das Münsteraner Architektenbüro Röhm und Cie. bekommen, das den Behördenbau bereits konzipiert hat.

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